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bvdm-Konjunkturtelegramm

Das bvdm-Konjunkturtelegramm informiert monatlich über die Stimmung in der deutschen Druckindustrie.

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Die Druckindustrie ist Vorbild

Die Druckindustrie war ähnlich wie die Musik­industrie und die Verlags­wirtschaft eine der Branchen, die früh von der Digitali­sierung erfasst wurden. Und sie hat sich dieser Heraus­forderung – von der längst kein Wirtschafts­zweig mehr verschont wird – erfolgreich gestellt. Die Prognose, wonach Druck­erzeugnisse durch die Digitali­sierung komplett verdrängt würden, hat sich als grundfalsch heraus­gestellt.

„Der Wandel der Druckbranche war schmerzvoll, ist aber auch Vorbild.“

Handelsblatt vom 01. Juni 2016

Zwar sinken die Auflagen der vieler gedruckten Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, aber eine Vielzahl neuer Magazine zeugt davon, dass Print sich mit seinen Qualitäten – Glaub­würdigkeit, Ruhe und Beständig­keit – behaupten kann. Daher bleiben Print­erzeugnisse mit einem Anteil von rund 56 % an den deutschland­weiten Netto­werbe­einnahmen nach wie vor die bedeutendsten Werbe­medien­träger. Und dies trotz wachsender Budgets für Online­werbung.

Zahllos sind überdies die Beispiele für eine erfolgreiche Koexistenz und wechselseitige Befruchtung von Print und Online. Online­händler entdecken die unvergleichliche Qualität von Katalogen. Zugleich dürfte der wachsende Online­handel infolge bedeutende Produktions­anreize für den Verpackungs­druck ausgelöst haben. Zudem ermöglichen digitale Druck­verfahren personalisierte und individualisierte Produkte verschiedenster Art. Online­druckereien positionieren sich mit großem Erfolg im Netz und sind seit Jahren Vorreiter hinsichtlich einer weitgehend vernetzten Produktion im Sinne der sog. „Industrie 4.0“. Dazu verwandeln sich immer mehr Druck­betriebe – ob Offset , Siebdruck, Flexo- oder Tiefdruck – in komplexe Dienst­leistungs­unternehmen, die die Kommunikation ihrer Kunden mit pass­genauen Lösungen unterstützen.

Natürlich bleibt der fortschreitende Struktur­wandel nicht ohne Folgen. Die Zahl der Druck­unter­nehmen sinkt, die Zahl der Beschäftigten ebenso. Das angespannte Markt­umfeld setzt die Branche einem enormen Wettbewerbs­druck aus, der sich u. a. in Form sinkender Erzeuger­preise für Druckerei­leistungen sowie einer gegenüber dem Verarbeitenden Gewerbe größeren Anzahl von Insolvenz­fällen zeigt. Zugleich bewegt sich der Branchen­umsatz seit 2009 zwischen 20 und 21 Milliarden Euro, bei einer tendenziell steigenden Umsatz­produktivität.


Wirtschaftspolitische Analysen

Trendanalyse | Markt Aktuell

Das Referat Wirtschaftspolitik des bvdm verfasst regelmäßig Branchen­­analysen für die Fach­presse. Die folgenden Artikel veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung von "Druckspiegel" und "Druck&Medien".

Trendanalyse: Großes Plus bei Investitionen

Der aktuelle ifo-Investitionsbericht weist das Druckgewerbe im Jahr 2016 als einen am stärksten investierenden Wirtschaftszweig im Verarbeitenden Gewerbe aus. Die dazu befragten Druck- und Medienunternehmen gaben an, im laufenden Jahr über 20 Prozent mehr zu investieren als im Vorjahr. Erschienen in "Druck&Medien" Dezember 2016.

Trendanalyse: Zwei abgeflachte Trends

Das erste Halbjahr 2016 wies für die Druckindustrie unterschiedliche Tendenzen auf. So setzte sich der Beschäftigtenabbau fort und die Erzeugerpreise für Druckereileistungen sanken. Erschienen in "Druck&Medien" Oktober 2016.

Trendanalyse: Stabile Lohnquoten

Die Druckindustrie zählt zu den lohnintensiveren Branchen innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes. Je nach Berichtskreis der Statistiken beträgt dort der Anteil der Bruttolöhne/-gehälter am Umsatz beziehungsweise Bruttoproduktionswert aktuell zwischen 21 Prozent und 24 Prozent. Erschienen in "Druck&Medien" Juli/August 2016.

Markt Aktuell: Willkommene Vorboten

Das breite Produkt und Dienstleistungsspektrum der Druck- und Medienindustrie lässt selten eine eindeutige Aussage über die gesamte wirtschaftliche Lage der Branche zu. Nur ein tieferer Blick in die Statistiken lässt Trends in einzelnen Marktsegmenten erkennen. Erschienen in "Druckspiegel" 6/2016.

Trendanalyse: Zögern bei Investitionen

Die deutsche Druckindustrie verliert seit Jahren an Sachkapital und somit an Produktionspotenzial. Zwar investieren die Betriebe weiterhin in neue Anlagen und Bauten. Die Investitionssummen verringerten sich jedoch im letzten Jahrzehnt um knapp 40 Prozent. Erschienen in "Druck&Medien" Mai 2016.

Markt Aktuell: 1. Halbjahr 2016 – Plus und Minus

Die Entwicklung der deutschen Druck- und Medienwirtschaft zeigte im ersten Halbjahr 2016 keinen einheitlichen Trend. Diverse Konjunkturindikatoren wie die Umsatz- und Produktionsentwicklung wiesen in verschiedene Richtungen, sodass insgesamt eine Seitwärtsbewegung zustande kam. Erschienen in "Druckspiegel" 4/2016.

Markt Aktuell: Stabilisierung in Sicht

Der Jahresauftakt war für die deutsche Druck- und Medienindustrie schwächer als 2015, trotz diverser positiver Vorzeichen aus den vorgelagerten Branchen in der Wertschöpfungskette. Erschienen in "Druckspiegel" 4/2016.

Trendanalyse: Der Wettbewerb wird härter

Nach einem positiven Jahr 2014 schließt die Druckindustrie 2015 mit einem Minus ab. Die saison- und arbeitstäglich bereinigten Indexwerte des Statistischen Bundesamtes für Produktion und Umsatz lagen von Januar bis November 2015 mit mehr als zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Erschienen in "Druck&Medien" März 2016.

Markt Aktuell: Negatives Jahresergebnis

Die Entwicklung zentraler Konjunkturindikatoren der ersten drei Quartale 2015 hat das Ergebnis für das gesamte Jahr 2015 vorgezeichnet. Auch das vierte Quartal konnte wie vom Bundesverband Druck und Medien Anfang des Jahres befürchtet das Jahresergebnis für die Druck- und Medienwirtschaft nicht ins Positive rücken. Erschienen in "Druckspiegel" 3/2016.

Markt Aktuell: Trends in der Betriebs- und Beschäftigtenstruktur

Die Probleme der deutschen Druck- und Medienwirtschaft hinterlassen tiefe Spuren in der Produktions- sowie der Betriebs- und Beschäftigtenstruktur der Druckereien. Erschienen in "Druckspiegel" 2/2016.

Markt Aktuell: Aussichten für 2016

Im Jahr 2016 wird die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland weiter zunehmen. Aktuelle Prognosen für das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) gehen von 1,7 % bis 1,9 % aus. Man erwartet, dass sich der Wachstumsbeitrag vom starken Außenhandel deutlich zugunsten der Binnenwirtschaft verschieben wird. Erschienen in "Druckspiegel" 1/2016.