Zum Inhalt springen

Umwelt

Wenn es um Nachhaltig­keit geht, müssen sich Drucker nicht mehr verstecken. Im Gegen­teil: Im Vergleich zu vielen anderen Industrien hat die Druck­branche mittlerweile sogar eine Vor­reiter­rolle über­nommen. Dabei zeigt sich: Umwelt- und klima­freundliches Arbeiten zahlt sich auch für Betriebe aus.

Denn bei der profes­sionellen Suche nach „Energie­fressern“ im Unter­nehmen werden Prozesse analysiert, Produktions­wege geprüft und Ressourcen­verbrauche hinter­fragt. Im Resultat führt das häufig zu effizienterem Arbeiten, zu Material­einsparungen, der Vermei­dung von Fehlern und damit zur Senkung interner Kosten.

Der bvdm unterstützt die Betriebe aktiv auf dem Weg in die umwelt­freundliche Produktion. Gleich­zeitig setzt er sich in Deutsch­land und Europa dafür ein, dass Vorschriften, Gesetze oder Zertifizierungs­anforderungen die wirtschaftlichen Aspekte unter­nehmerischen Handelns ausreichend berücksichtigen. Denn Umwelt­schutz in der Wirtschaft gelingt nur dann, wenn er auch in der Wirtschaft umgesetzt werden kann.

Grüner Drucken – ist mehr als ein Trend. Immer mehr Druckereien schließen sich der Klimainitiative der Druck und Medienverbände an.

Der Klimarechner der Druck- und Medienverbände berechnet für alle Druckaufträge, spezialisiert nach Druckverfahren von Digitaldruck bis Tiefdruck und auch für den Verpackungsdruck, die CO2-Bilanz der Druckprodukte.

Meldungen

Die deutsche Druckindustrie ist Vorreiterin in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Davon zeugt nicht zuletzt die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände, die seit zehn Jahren Unternehmen konkret bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen unterstützt. 2017 ist der Bundesverband Druck und Medien erstmals Projektpartner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, für den sich Unternehmen ab sofort bewerben können.
Der Bundesverband Druck und Medien arbeitet 2017 klimaneutral. Erreicht wird dies durch die Kompensation des CO2-Fussabdruckes des Verbandes. Dieser wird mit dem Klimarechner der Verbände Druck und Medien berechnet und mit Klimaschutzmaßnahmen im Projekt „Effiziente Kocher“ in Mali ausgeglichen.
Auf Initiative des Bundesverbandes Druck und Medien hat der europäische Dachverband Intergraf eine Erleichterung beim Nachweis der Druckfarbenentfernbarkeit (Deinking) erreicht. Die Sparte Tiefdruck ist vollständig vom Deinking-Test ausgenommen; für den Heatset-Rollenoffset gilt die Ausnahme für gestrichenes Papier.
Die Verwendung von Chromtrioxid ist bei der Zylinderhärtung im Tiefdruck unersetzlich, bedarf aber ab dem 21. September 2017 zwingend einer Genehmigung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) unterstützt Unternehmen bei dem Vorgehen mit einer Handlungshilfe für Verbandsmitglieder.
Anlagen der deutschen Druckindustrie unterliegen bereits heute strengen Grenzwerten zur Reinhaltung der Luft. Im September 2016 wurden die Entwürfe zur Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) veröffentlicht. Der bvdm hält diese umfassende Verschärfung der Genehmigungsanforderungen weder für erforderlich noch für zielführend. Auf europäischer Ebene bestehen breit angelegte immissionsschutzrechtliche Regelungen, deren Ziel es ist, ein einheitliches und hohes Umweltschutzniveau sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa zu gewährleisten. Diese Absichten werden aus Sicht des bvdm konterkariert, wenn national über das europäische Schutzniveau hinaus gegangen wird.