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Wirtschaftspolitik

Als Dachorganisation setzt sich der Bundesverband gegenüber dem Gesetzgeber für die sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen ein – direkt durch aktive Lobbyarbeit und indirekt durch die Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien.

Den Markt beobachten

Der Markt steht im Mittelpunkt aller unternehmerischen Initiativen. Die Beobachtung des Marktes und der Rahmenbedingungen, die Analyse und Prognose der konjunkturellen und strukturellen Entwicklung ist daher eine wichtige unternehmerische Aufgabe, die der Einzelne allein nicht leisten kann. Als Dachverband betreibt der bvdm eine umfangreiche Marktforschung und liefert wertvolle Daten und Fakten.

Engagement leben

Allein oder im Konzert mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft engagiert sich der Bundesverband für eine unternehmerfreundliche Politik. Der bvdm wirkt bereits im Vorfeld wirtschaftspolitischer Entscheidungen mit, wenn diese die Branche betreffen. Er macht sich stark für eine Steuer- und Umweltpolitik, die den Interessen des Mittelstands entgegenkommt.

Meldungen

Der Branchenbericht des Bundesverband Druck und Medien (bvdm) bestätigt die dramatischen Auswirkungen der Coronapandemie auf die Unternehmen. Für Entwarnungen ist es noch zu früh, zumal Preise für Rohstoffe seit Jahresbeginn stark steigen.
Ende April hat die EU-Kommission – im Rahmen der Vorstellung seines Sustainable Finance Package – einen neuen Richtlinienvorschlag zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen veröffentlicht. Der Vorschlag sieht eine Erweiterung des Anwenderkreises und eine Ausweitung der nachhaltigkeitsbezogenen Berichts- und Offenlegungspflichten für von der Richtlinie betroffene Unternehmen vor. So sollen auch Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sowie
börsennotierte KMU eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben. Dies wird auch die Anzahl der von der EU-Taxonomie für nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeiten betroffenen Unternehmen erhöhen.
Vergangene Woche hat Intergraf, der europäische Dachverband der Druckindustrie, seinen jährlichen Wirtschaftsbericht veröffentlicht. Dieser enthält Informationen über die konjunkturelle Entwicklung der europäischen Druckindustrie,
berichtet über die druckindustriespezifischen Entwicklungen in einigen europäischen Ländern und enthält Prognosen des Marktanalysten Smithers bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung der europäischen Druck- und Medienindustrie in den kommenden fünf Jahren.
Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im April eingetrübt hatte, hellte es sich im Mai wieder auf. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex legte gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 3,6 Punkte zu. Mittlerweile notiert der Index mit 98,8 Punkten nur noch rund 4 Prozent unter seinem Vorkrisenniveau. Derzeit tragen sowohl die mit den rückläufigen Corona-Inzidenzzahlen verbundenen Hoffnungen auf baldige Lockerungen der Einschränkungen als auch die Besserung der aktuellen Geschäftslage zur Stimmungsaufhellung bei.

Unternehmen und Selbstständige, die erhebliche finanzielle coronabedingte Schäden erlitten haben und in den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern unberücksichtigt geblieben sind, können ab sofort die „Härtefallhilfen“ beantragen. Diese sollen im Regelfall den Förderbetrag von 100.000 Euro nicht überschreiten. Sie werden von Bund und Ländern kofinanziert und von jedem Bundesland individuell ausgestaltet, sodass die Antragsvoraussetzungen sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden können. Dabei findet bei den entsprechenden Bewilligungsinstitutionen der jeweiligen Bundesländer eine Einzelfallprüfung statt. Es besteht aber kein Rechtsanspruch. Die Antragstellung erfolgt für alle Antragsberechtigten grundsätzlich über einen prüfenden Dritten.
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