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Wirtschaftspolitik

Als Dachorganisation setzt sich der Bundesverband gegenüber dem Gesetzgeber für die sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen ein – direkt durch aktive Lobbyarbeit und indirekt durch die Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien.

Den Markt beobachten

Der Markt steht im Mittelpunkt aller unternehmerischen Initiativen. Die Beobachtung des Marktes und der Rahmenbedingungen, die Analyse und Prognose der konjunkturellen und strukturellen Entwicklung ist daher eine wichtige unternehmerische Aufgabe, die der Einzelne allein nicht leisten kann. Als Dachverband betreibt der bvdm eine umfangreiche Marktforschung und liefert wertvolle Daten und Fakten.

Engagement leben

Allein oder im Konzert mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft engagiert sich der Bundesverband für eine unternehmerfreundliche Politik. Der bvdm wirkt bereits im Vorfeld wirtschaftspolitischer Entscheidungen mit, wenn diese die Branche betreffen. Er macht sich stark für eine Steuer- und Umweltpolitik, die den Interessen des Mittelstands entgegenkommt.

Meldungen

Nachdem das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche bereits im Juni rückläufig war, brach es im Juli ein. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 11,8 Prozent auf den Stand von April ab. Der Index notierte mit 83,9 Punkten rund 20,6 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Die anhaltend hohe Inflation, hohe Energiepreise und die Möglichkeit einer kompletten Einstellung der Gaslieferungen aus Russland trüben die Geschäftserwartungen deutlich ein und schüren Sorgen vor einer Rezession.
Die weiterhin niedrigen Gasflüsse durch die Pipeline Nord Stream 1 und die Unzuverlässigkeit der russischen Lieferungen reichen laut Aussage von Wirtschaftsminister Robert Habeck nicht aus, um eine sichere Grundlage für den Winter zu bilden. Daher sollen mit dem neuerlichen Energiesicherungspaket des BMWK Effizienz- und Einsparmaßnahmen soweit ausgeweitet werden, um eine solide Basis für die Wintermonate zu schaffen.
Zur Eindämmung der Inflation hebt die Europäische Zentralbank (EZB) die drei Leitzinssätze an. In der am 21.07.2022 abgehaltenen Pressekonferenz verkündete Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank, eine Anhebung der Zinsen von 50 Basispunkten. Die Erhöhung fiel überraschend stark aus und ist damit höher als die im Vorhinein angekündigten 25 Basispunkte. Darüber hinaus wurde das neue Instrument zur Absicherung des Transmissionsmechanismus, kurz TPI, genehmigt.
Das Jahr 2021 war für die Druck- und Medienindustrie kein leichtes Jahr. Nach den bedeutenden coronabedingten Umsatz- und Produktionsrückgängen des Vorjahres waren die Hoffnungen auf eine schnelle und nachhaltige konjunkturelle Erholung groß. Diese konnten jedoch nur bedingt erfüllt werden. Steigende Auftragszahlen und eine wiedererstarkende Gesamtkonjunktur standen den zunehmenden Belastungen durch Lieferengpässe und gestiegenen Preisen für Vorleistungsgütern gegen-über. Nach den Verwerfungen der Coronakrise steht die Druck- und Medienindustrie somit vor neuen Herausforderungen. Kostenseitige Belastungen, strapazierte Lieferketten und eine unsichere geopolitische Lage verlangen von den Unternehmen mehr denn je unkonventionelle Lösungen und geschicktes unternehmerisches Handeln in schwierigen Zeiten.
Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im Mai etwas erholt hatte, gab es im Juni erneut nach. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 3,9 Prozent auf den Stand von April ab. Der Index notierte mit 95,5 Punkten rund 6 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Die anhaltenden Auswirkungen des Ukrainekriegs, vor allem steigende Energiepreise und Unwägbarkeiten bei der Gasversorgung sowie die weiterhin angespannte Lage der Lieferketten trüben die Geschäftserwartungen ein.
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