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Erhöhung des Mindestlohns: bvdm nimmt Stellung

Zum 1. Januar 2019 soll der gesetzliche Mindestlohn zum zweiten Mal seit seiner Einführung angepasst werden. In einer Stellungnahme an die zuständige Mindestlohnkommission hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) als Sachverständiger notwendige Änderungen gefordert. Eine Erhöhung könne das gesamte Lohngefüge zahlreicher Druck- und Medienbetriebe ins Wanken bringen, warnt der Verband.

Für die Stellungnahme hat der bvdm eine Befragung unter seinen Mitglieds­betrieben durchgeführt. Auf dieser Grundlage kommt er zu dem Schluss, dass eine zu erwartende Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 9,19 Euro erhebliche Auswirkungen auf Teile der Branche hätte.

So könnten Unternehmen die entstehenden Kosten durch höhere Löhne nicht ohne Weiteres durch Preis­erhöhungen gegenfinanzieren. Das gelte besonders für Betriebe, die sich in einem starken Konkurrenz­kampf mit dem günstiger produzierenden Ausland befinden. In Zeitungs­druckereien wären steigende Zustellkosten die Folge, was sinkende Verkaufszahlen nach sich ziehen würde. Gerade für kleinere Zeitungen kann dies existenz­bedrohend sein.

„Aus unserer Sicht wäre es wünschenswert bei der Anpassung des Mindestlohns statt einer starren Kopplung an den Tarifindex, der stark von großen Branchen dominiert wird, branchenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen“, unterstreicht bvdm-Hauptgeschäfts­führer Dr. Paul Albert Deimel. „Die Lohnentwicklung darf sich nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung einer Branche abkoppeln.“

Bis Ende Juni 2018 wird die Mindestlohn­kommission über die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns entscheiden und der Bundesregierung ihren zweiten Bericht über die Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns vorlegen. 

Die Stellungnahme herunterladen:

Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns

Stellungnahme des Bundesverbandes Druck und Medien e. V.

 



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