Zum Inhalt springen

Vom 30. Juni bis 1. Juli fand der Deutsche Druck- und Medientag 2022 in Leipzig statt. Mit Vorträgen und Diskussionen über Nachhaltigkeit, Marketing und Digitalisierung gab es im Unternehmerforum drei zukunftsrelevante Kernthemen der Branche und der Deutsche Druck- und Medientag setzte wichtige richtungsweisende Impulse.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Aktuelle Meldungen

Unlängst hatten einige Papierhersteller deutlich gestiegene Gewinne für die ersten beiden Quartale des Jahres 2022 vermeldet. So veröffentlichte UPM für seine Geschäftssparte UPM Communication Paper ein starkes Quartal: „Die Nachfrage nach grafischen Papieren war gut und Preiserhöhungen konnten den Anstieg der Inputkosten, insbesondere der extremen Energiekosten, mehr als ausgleichen.“ UPM verweist selbst auf ein „erfolgreiches Margenmanagement“, das geholfen habe, in einer Zeit hoher Volatilität und inflationär ansteigender Inputkosten sowie herausfordernder Liefer- und Logistikketten hohe Erträge in allen Geschäftsbereichen zu erwirtschaften. Für den weiteren Verlauf des Jahres erwartet UPM „Rekordergebnisse“. „Ein solches Statement stößt bei vielen Unternehmen der Druckindustrie angesichts der weiterhin bedrohlichen Lage unserer Branche auf erhebliche Irritationen. Rekordergebnisse und gestiegene Gewinnmargen einerseits und existenzielle Nöte andererseits passen in derselben Wertschöpfungskette nur schwer zusammen.“, kommentierte Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien, die jüngsten Verlautbarungen.
Nachdem das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche bereits im Juni rückläufig war, brach es im Juli ein. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 11,8 Prozent auf den Stand von April ab. Der Index notierte mit 83,9 Punkten rund 20,6 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Die anhaltend hohe Inflation, hohe Energiepreise und die Möglichkeit einer kompletten Einstellung der Gaslieferungen aus Russland trüben die Geschäftserwartungen deutlich ein und schüren Sorgen vor einer Rezession.
Der Branchenbericht des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) bestätigt die empfindliche Lage der Branche nach den historischen Einbrüchen der Coronapandemie. Steigende Auftragszahlen und eine wiedererstarkende Gesamtkonjunktur standen 2021 zunehmenden Belastungen durch Lieferengpässe und Kostensteigerungen gegenüber. Seit Jahresbeginn geben zudem die Unwägbarkeiten des Ukrainekrieges weiteren Anlass zur Sorge.
Die Obi-Baumärkte geben ihre gedruckten Prospekte auf, stellen auf Online-Kommunikation um und begründen diesen Schritt mit „der Umwelt zuliebe“. Dieses Argument ist scheinheilig, denn online-Kommunikation ist nicht nachhaltiger als Print. Im Rahmen seiner Initiative Green Printing statt Greenwashing ruft der bvdm das Unternehmen zu Ehrlichkeit auf. Denn tatsächlich geht es dem Konzern ums Geld und nicht ums Klima.
-->