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bvdm warnt vor Erhöhung der Mehrwertsteuer für Printprodukte

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm), zusammen mit seiner europäischen Dachorganisation Intergraf, wird sich weiterhin für die Beibehaltung reduzierter Mehrwertsteuersätze für gedruckte Medien einsetzen. Auf der Tagung des Wirtschaftsausschusses des Spitzenverbandes der deutschen Druckindustrie in Berlin hatte der Ausschussvorsitzende Thorsten Anhalt mit Besorgnis auf die neu entfachte Diskussion auf EU-Ebene hinsichtlich der Angleichung reduzierter Mehrwertsteuersätze an deren Standardniveaus hingewiesen. „Es wäre eine extrem kurzsichtige Politik, wenn das traditionell wichtigste Instrumentarium der breiten Informationsvermittlung und damit der Allgemeinbildung steuerlich genauso behandelt würde wie Alkohol oder Zigaretten“.

Gerade weil Bücher, Zeitschriften und Zeitungen einen wesentlichen Beitrag zur Wissensgenerierung und -verbreitung leisten, fordert der bvdm die Bundesregierung auf, ihre richtige Politik reduzierter Mehrwertsteuersätze mindestens beizubehalten, sie jedoch vehement auf der europäischen Ebene zu verteidigen. Vor allem Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sind in Zeiten knapper Haushalte auf die reduzierte Besteuerung angewiesen. Aber auch im privaten Umfeld sind vor allem Kinder und Jugendliche auf vergünstigte Preise gedruckten Materials angewiesen. Studien belegen, dass gedruckte Texte, Bilder und Graphiken deutlich besser erinnert und verarbeitet werden, als wenn sie auf Bildschirmen präsentiert werden. „Wer sich diesen Erkenntnissen heute verstellt, darf sich morgen nicht über das sinkende Bildungsniveau unserer Schulabgänger beklagen“ so Anhalt.

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