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Tarifverhandlungen 2018

Nach rund zwei Stunden haben der Bundesverband Druck und Medien und ver.di die Tarifverhandlungen für die 133.500 Beschäftigten in der deutschen Druckindustrie auf den 27. September 2018 vertagt. Deutlich kritisierten die Arbeitgeber die Haltung der Gewerkschaft, die den realistischen Blick auf die Branche weiterhin verweigert.
Vor Beginn der Tarifverhandlungen in der deutschen Druckindustrie am 17. September 2018 warnt bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens die Gewerkschaft erneut davor, die Herausforderungen zu verkennen, vor denen die Branche steht. Angesichts stark steigender Kosten für Vorleistungsgüter wie Papier bei gleichzeitig sinkenden Verkaufspreisen für Druckerzeugnisse lehnen die Arbeitgeber ver.dis Forderung nach einer Lohnerhöhung um 5 % für 12 Monate entschieden ab.
Am 17. September 2018 beginnen die Tarif­verhandlungen zwischen dem Bundes­verband Druck und Medien und der Gewerk­schaft ver.di über ein neues Lohn­abkommen für die gewerblichen Arbeitnehmer der Druckindustrie. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne um 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Der bvdm hat diese Forderung zurückgewiesen. Die wichtigsten Antworten der Arbeitgeber auf die Behauptungen der Gewerk­schaft haben wir zusammen­gefasst.
Der Bundesverband Druck und Medien reagiert auf die seit Jahren sinkende Akzeptanz des Manteltarifvertrages der Druckindustrie und die Blockadehaltung der Gewerkschaft: Nach einem entsprechenden Beschluss seines Sozialpolitischen Ausschusses hat der Arbeitgeberverband den Manteltarifvertrag mit Wirkung zum 30. September 2018 gekündigt. Dies ist ein notwendiger Schritt zur Modernisierung des Tarifwerks und dessen Anpassung an die Branchenrealität.
Die am Mittwoch, 13. Juni 2018 durch die ver.di-Tarifkommission beschlossene Forderung nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter in der Druckindustrie um 5 % für 12 Monate weist bvdm-Vizepräsident Sönke Boyens entschieden zurück.

Materialien zum Download

Plakat "Die Kosten steigen"

Druckfarben, Papiere, Druckmaschinen und Strom sind schmerzhaft teurer geworden – eine Belastung, die wir im harten Konkurrenzkampf nicht einfach an unsere Kunden weitergeben können. Forderungen nach mehr Lohn müssen diese Tatsachen berücksichtigen. Denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

Plakat "Preis-Alarm Papier!"

Ohne Papier können wir nicht drucken. Seit Jahresbeginn sind die Preise für Papier enorm gestiegen. Das Problem dabei: Preiserhöhungen sind angesichts des starken Wettbewerbs schwer durchsetzbar. Es besteht die Gefahr, dass Kunden abspringen – im Ausland drucken oder noch stärker auf Onlinekommunikation setzen. Zu hohe Forderungen nach mehr Lohn gefährden daher die Betriebe und die Arbeitsplätze.

FAKTENCHECK Tarifrunde Druckindustrie 2018

Am 17. September 2018 beginnen die Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband Druck und Medien und der Gewerkschaft ver.di über ein neues Lohnabkommen für die gewerblichen Arbeitnehmer der Druckindustrie. Die Gewerkschaft hat das Lohnabkommen von 2016 zum 31. August 2018 gekündigt und gleichzeitig eine Erhöhung der Löhne um 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten gefordert. Der bvdm hat diese Forderung zurückgewiesen. Die wichtigsten Antworten der Arbeitgeber auf die Behauptungen der Gewerkschaft fasst dieser Faktencheck zusammen.

Plakat: "Draufgelegt - nicht abgehängt"

Die Tarifpartner in der Druckindustrie sind sich ihrer Verantwortung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stets bewusst. Deshalb sind die Löhne gut – und besser als in vielen anderen Branchen. Das belegen auch die Tarifabschlüsse 2014 und 2016. Verantwortliches Handeln bedeutet aber zugleich, die Augen vor der schwierigen Situation der Druckindustrie nicht zu verschließen.

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