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Updates

Updates zur wirtschaftlichen Lage der Druck- und Medienbranche

Die gegenwärtigen Herausforderungen für die Druck- und Medienbranche sind gewaltig. Viele Branchenunternehmen hatten in den vergangenen Jahren sehr hart zu kämpfen, mussten teilweise ihre Produktion umstellen, sich neu ausrichten. Wie es aktuell um die Unternehmen der Druck- und Medienindustrie steht und welche Themen die wirtschaftliche Lage bestimmen, erfahren Sie in unseren Updates. 

Insolvenzen in der Druck- und Medienbranche leicht gesunken

In der Druck- und Medienbranche ist die erwartete Insolvenzwelle ausgeblieben. Im Gegenteil: Insolvenzfälle in der Druck- und Medienbranche sanken leicht ab. Im ersten Halbjahr 2022 konnte keine außergewöhnliche Entwicklung hinsichtlich steigender Insolvenzen beobachtet werden, sodass die Gesamtzahl der eröffneten Insolvenzfälle leicht absank. Bis Ende Juni konnten der amtlichen Statistik destatis zufolge 24 eröffnete Insolvenzfälle (Vorjahr: 27 Fälle) registriert werden. 

Allerdings nahm sowohl die Anzahl der Betroffenen Beschäftigten (+ 21 Prozent) als auch die voraussichtlichen kumulierten Forderungen (+ 35 Prozent) zu. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im ersten Halbjahr 2022 größere Unternehmen von Insolvenzen betroffen waren als noch 2021.

Weiterhin gibt es stets auch Betriebe, die ihren Geschäftsbetrieb aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen einstellen. 

Ob die Gefahr einer Insolvenzwelle in näherer Zukunft droht, ist ungewiss. Die bereits im Jahr 2021 vorherrschenden Kostenbelastungen für Druck- und Medienbetriebe hielten auch im ersten Halbjahr des Jahres 2022 und darüber hinaus weiter an. Zusätzlich kommt durch den Ukrainekrieg und die daraus resultierende Volatilität der Energiepreise eine weitere direkte Kostenbelastung sowie mittelbar eine Belastung über die Preise der Vorleistungsgüter hinzu. Zwar werden im Zuge des von der Bundesregierung aufgelegten „Schutzschirms“ für betroffene Unternehmen Hilfsmaßnahmen, z. B. in Form von Krediten der KfW oder Bürgschaftsprogrammen angeboten, jedoch erwies sich insbesondere das Energiekostendämpfungsprogramm, durch die spezifischen Zulassungsanforderungen (Kuebll-Liste) für die darauf angewiesenen energieintensiven Betriebe der Druckindustrie als unbrauchbar. Es bleibt daher abzuwarten wie sich die konjunkturelle Lage im Herbst 2022 und im Jahr 2023 entwickelt und ob die angekündigte Ausweitung der Entlastungsprogramme zeitnah für bedürftige Betriebe nutzbar ist.

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