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bvdm-Konjunkturtelegramm Dezember 2018: Geschäftsstimmung auf Talfahrt

Das Jahr 2018 endet in der deutschen Druck und Medien­industrie mit einem Stimmungs­einbruch. Der vom Bundes­verband Druck und Medien berechnete Geschäfts­klima­index ist im Dezember gegenüber dem Vor­jahres­monat um 7,2 % gesunken. Gegen­über November 2018 nahm der saison­bereinigte Index um 7,1 % auf 96,1 Zähler ab und fiel somit auf das niedrigste Niveau seit August 2013.

Die vom ifo Institut befragten Druck- und Medien­unter­nehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäfts­lage schlechter als in den Monaten zuvor und zeigten sich zugleich hinsichtlich der Geschäfts­lage in den kommenden sechs Monaten deutlich skeptischer. Die Werte der aktuellen und erwarteten Geschäfts­lage bestimmen die Entwicklung des Geschäfts­klimas, das einen guten Vorlauf­indikator für die Produktions­entwicklung der Druck- und Medien­industrie darstellt.

Der saisonbereinigte Index der aktuellen Geschäfts­lage ist im Dezember 2018 zum Vormonat um 6,4 % auf 95,7 Zähler gesunken. Dabei überwogen zum ersten Mal seit Mitte 2016 wieder die negativen Lage­beurteilungen die positiven Meldungen (um 2 Prozentpunkte). Gegenüber dem Dezember­wert 2017 ging der Geschäfts­lage­index um 9,0 % zurück. Obwohl die Entwicklung der Nachfrage und der Produktion im Vormonat als einigermaßen gut bewertet wurde, fiel die Beurteilung des aktuellen Auftrags­bestandes – insbesondere in Bezug auf Auslands­aufträge – in der Branche unbefriedigend aus.

Gleich­zeitig zeigten sich die Unternehmen im Dezember 2018 hinsichtlich ihrer Geschäfts­lage in den kommenden sechs Monaten äußerst skeptisch. Der saisonbereinigte Index der Geschäfts­lage­erwartungen lag zum Vormonat mit 7,8 % im Minus. Zugleich sank der Index gegen­über dem Vorjahres­wert um 5,3 % auf 96,5 Zähler. Nur etwa 8 % der Befragten planen mit einer Produktions­ausweitung in den kommenden Monaten, knapp 26 % erwarten hingegen Produktions­rückgänge. Somit ergibt sich ein negativer Saldo, der bei Produktions­plänen der Druck- und Medien­unter­nehmen im Dezember saison­üblich ist. Allerdings lag das diesjährige Saldo­niveau mit über 17 Prozent­punkten stärker im Minus als im Vorjahr (ca. 10 Prozent­punkte). Angesichts dieser erwarteten Produktions­rück­gänge gehen immer mehr Unternehmen davon aus, dass sie in den nächsten Monaten Personal abbauen müssen: Der Anteil der Meldungen mit Personal­abbau überwog den mit Personal­aufbau um über 20 Prozent­punkte.

Hintergrundinformationen zum bvdm-Konjunktur­telegramm sowie Hinweise zur Teilnahme an den monatlichen ifo Konjunktur­umfragen finden Sie unter www.bvdm-online.de/kt

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