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Greenprinting statt Greenwashing

Häufig stellen wir fest, dass Unternehmen oder Organisationen sich „der Umwelt zuliebe“ von Printprodukten abwenden. Stattdessen setzen sie auf digitale Kommunikation und rufen auch öffentlich dazu auf. Tatsächlich hat die Umwelt gar nichts von solchen Aktionen.

Die digitale Kommunikation ist nicht umweltfreundlicher als Print. Und gerade die deutschen Druckunternehmen gehören seit Jahren zu den transparent produzierenden, umweltengagierten Vorreitern in unserer Wirtschaft. Der öffentlich proklamierte Umstieg von Print auf Online ist also eher eine fragwürdige Imagepolitur als faktengestütztes Handeln – zu Lasten von Verbrauchern und zu Lasten einer modernen, sauber und kontrolliert arbeitenden Branche.


Nennen Sie uns Greenwasher

Kennen Sie Beispiele für Greenwashing durch Printverzicht? Schreiben Sie uns und wir setzen uns mit den Unternehmen oder Institutionen in Verbindung.

Die Fakten:

Print ist nachhaltig. Das beweist die Klimainitiative der Verbände. Sie ermöglicht es teilnehmenden Druckereien, zu ermitteln, welche Emissionen durch einen Druckauftrag erzeugt werden und die entsprechende Menge zu kompensieren. In den vergangenen zehn Jahren wurden so bereits 185.000.000 Kilogramm CO2 kompensiert. Mehr über die Klimainitiative erfahren Sie unter www.klima-druck.de

Zudem forstet die europäische Papierindustrie mehr Wald auf, als sie verbraucht. Jedes Jahr. Die Waldfläche in Europa schrumpft also nicht, sondern wächst: Und zwar von 2005 bis 2010 um 512.000 Hektar. Das entspricht einer Fläche von 1,5 Millionen Fußballfeldern. Die Wälder sind heute über 30 % größer als in den 1950ern. Mehr zum Thema Nachhaltigkeit und Papierindustrie erfahren Sie auf den Seiten von Pro Carton sowie beim Verband Deutscher Papierfabriken.

Nach Europa importierte Hölzer unterliegen strengster Aufsicht. Dafür sorgt die europäische Holzhandelsverordnung (EU Timber Regulation/EUTR). Sie dient der weltweiten Eindämmung illegal eingeschlagenen Holzes und soll dessen Vermarktung in der EU unterbinden. Alle Marktteilnehmer, die in der EU Holz oder Holzprodukte erstmalig in Verkehr bringen, müssen dafür sogenannte Sorgfaltspflichten gemäß der EUTR erfüllen.

Printmedien sind nicht per se umweltschädlicher als digitale Kommunikation. Zu diesem Schluss kommt eine Vergleichsstudie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. zum Umwelteinfluss von Printmedien und E-Medien. Die Studie herunterladen.

Digital verschlingt immense Ressourcen. Dazu tragen die Gewinnung seltener Erden, die energieaufwändige Produktion, der Stromverbrauch für den Betrieb von Geräten und Servern und die Entsorgung bei. Dass die Nutzungsdauer von digitalen Endgeräten relativ kurz ist macht es nicht besser.

Die Herstellung eines PCs samt Monitor verbraucht 2.790 kWh (dafür kann man 365 Tage im Jahr drei Stunden täglich die Waschmaschine laufen lassen), 500 kg bis 1.500 kg wertvolle Rohstoffe, 23 kg Chemikalien und setzt 850 kg Treibhausgas frei.

Das Recycling von Tablets, Smartphones und PCs ist bei weitem nicht zufriedenstellend gelöst. So lagern nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe 124 Millionen Handys ungenutzt in deutschen Schubladen. Darin enthalten sind 2,9 Tonnen Gold, 30 Tonnen Silber und 1.100 Tonnen Kupfer, die recycelt werden könnten. Allerdings auch Schadstoffe, die umweltgerecht behandelt werden müssen. Mehr erfahren.

Sauber gemacht

Was ist besser für die Umwelt: Eine Zeitung auf Papier zu lesen oder online im Internet? Ein Vergleich zeigt: Das „Holzmedium“ hat eindeutig die Nase vorn. Denn allzu oft wird übersehen, wie hoch der Energieverbrauch für die Online-Lektüre wirklich ist.

Um ein PDF der Infografik herunterzuladen, klicken Sie sie einfach an.

Mehr Artikel über nachhaltiges Drucken finden Sie in der Ausgabe 1/2018 unseres Verbändemagazins NUTZEN.


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Social Media-Motive

Die folgenden Bildmotive können Sie verwenden, wenn Sie auf ihren Social Media-Kanälen gegen Greenwashing und für die Umweltverträglichkeit von Print werben wollen:

Online ist nicht sauber

Zu diesem Schluss kommt eine Vergleichsstudie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. zum Umwelteinfluss von Printmedien und E-Medien.

Print schont Ressourcen

Was ist besser für die Umwelt: Eine Zeitung auf Papier zu lesen oder online im Internet? Ein Vergleich zeigt: Das "Holzmedium" hat eindeutig die Nase vorn.

Print forstet auf

Die europäische Papierindustrie forstet mehr Wald auf, als sie verbraucht. Und zwar pro Jahr um eine Fläche, die 1,5 Mio. Fußballfeldern entspricht. Das sind 4,1677 Saarländer.

Print recycelt

Der Altpapieranteil an der gesamten inländischen Papierproduktion lag 2016 bei 75%. Das Recycling von Tablets, Smartphones und PCs ist hingegen immer noch nicht zufriedenstellend gelöst.

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