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Grundsätzliches zur Druckindustrie

Die deutsche Druck- und Medienwirtschaft ist eine von kleinen und mittleren Unternehmen geprägte Branche. Rund 82 Prozent der Betriebe beschäftigen weniger als 20 sozialversicherungspflichtige Personen. Das sind rund 23 Prozent aller Beschäftigten der Branche. Der überwiegende Anteil der Mitarbeiter – knapp 41 Prozent – arbeitet in Betrieben mit mindestens 20 und weniger als 250 Beschäftigten. Insgesamt arbeiten in den rund 7.250 Betrieben der Druck- und Medienwirtschaft mehr als 120.000 Personen.

Kaum eine Branche oder Organisation kommt ohne Druckprodukte aus. Deshalb ist die Druck- und Medienbranche als systemrelevant eingestuft. Ein Großteil des Produktionsvolumens ist auf Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft zurückzuführen. Unternehmen brauchen Formulare, Broschüren, Kataloge, Plakate, Verpackungen, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Flyer und Etiketten, um damit ihre Zielgruppen und Märkte zu bedienen. Das macht zusammen über 85 Prozent des Produktionsvolumens der Branche aus, wobei rund 24 Prozent hiervon auf Zeitungen, Zeitschriften und Bücher entfallen. Weitere Druckerzeugnisse sind unter anderem bedruckte Tapeten, Fußböden, Folien, Displays, Chips, Batterien und Tastaturen.

Aber auch im Privaten steht Druck hoch im Kurs. Hier werden knapp 11 Prozent des gesamten Produktionsvolumens geordert. Für die Einladungskarte zur Hochzeit über das Abibuch bis hin zum Fotobuch geben die Deutschen rund 2,2 Milliarden Euro für Print aus.

Von der starken Präsenz bedruckter Materialien und Produkte in unserem Alltag leben freilich nicht nur Druck- und Medienbetriebe, sondern auch ihre Zulieferer. Die größten sind Papierhersteller, Druckfarbenlieferanten sowie Händler und Produzenten von Klebstoffen. Aber auch Energiedienstleister und Maschinenhersteller profitieren von einer gesunden Druckindustrie.

Die deutsche Druck- und Medienwirtschaft wird gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige als ein Wirtschaftszweig des Produzierenden Gewerbes bewertet. In der amtlichen Statistik wird ihr der dreistellige Klassifikations-Code 18.1 zugewiesen. Sie besteht aus vier untergeordneten Klassen bzw. Sparten:

  • Drucken von Zeitungen (18.11)
  • Drucken anderweitig nicht genannter Erzeugnisse (18.12)
  • Druck- und Medienvorstufe (18.13)
  • Binden von Druckerzeugnissen und damit verbundene Dienstleistungen (18.14)

Die deutsche Druckindustrie

Die deutsche Druckindustrie: Ein Überblick in Bildern und Zahlen

Das praktische Faltblatt liefert die wichtigsten Zahlen aus der Druck- und Medienbranche. Grafisch gut verständlich aufbereitet informiert es über Umsatzentwicklungen, Import/Export, Produktstrukturen, Erzeugerpreise, Ausbildungsverhältnisse, die Betriebs- und Beschäftigtenstruktur der Branche und vieles mehr.

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