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Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie am 24. Mai 2016 in Berlin endete nach fünf Stunden ohne Einigung. Intensive Gespräche haben zwar zu einem Entgegenkommen ver.dis geführt, aber noch immer orientiert sich die Gewerkschaft zu sehr an den Abschlüssen anderer Branchen als an der Situation in der Druckindustrie, kritisiert der Bundesverband Druck und Medien (bvdm). Damit lägen die Forderungen der Gewerkschaft weit über dem Lohnniveau, das die Betriebe verkraften würden.
Am 24. Mai 2016 werden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie in Berlin fortgesetzt. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) erwartet, dass die Gewerkschaft in dieser dritten Verhandlungsrunde ihre starre Abwehrhaltung aufgibt. Die jüngsten Zahlen aus der Werbewirtschaft weisen ein Minus von 3,8 % für Print aus (im vergangen Jahr waren es bereits 3 %). Die Behauptung ver.dis, die Arbeitgeber betrieben Schwarzmalerei, zeigt sich damit erneut als falsch.
Aktuelle Zahlen des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) zeigen, dass die Druckbranche 2015 einen Umsatzrückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet hat. Steigende Bruttowerbeausgaben in Printmedien geben für das laufende Jahr jedoch Anlass für Optimismus. Dies gab Wolfgang Poppen, Präsident des bvdm auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes bekannt.
Mit mehr als dreihundertfünfzig Teilnehmern hat der Deutsche Druck- und Medientag 2016, (DDMT16), der vom 11. bis 13. Mai in Bonn stattfand, im dritten Jahr seines Bestehens erneut seine Besucherzahlen gesteigert. Namhafte Gäste und Referenten aus Wirtschaft und Politik, und viele Gelegenheiten für Austausch und Networking machen die Attraktivität des Branchentreffs der Druckindustrie aus.
Die Stimmung in der deutschen Druckindustrie hat sich nach drei vergleichsweise positiven Monaten im April 2016 eingetrübt. Der saisonbereinigte Indexwert zur Beurteilung der aktuellen Geschäftslage verringerte sich gegenüber dem Vormonat um 4,5 % und ging von 119,4 auf 114,9 Zähler zurück. Beeinflusst wurde diese Bewertung wohl maßgeblich von der unbefriedigenden Geschäftslage in den Segmenten Zeitschriften- sowie Bücherdruck. Denn hier fielen die Beurteilungswerte besonders negativ aus.