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Wirtschaftsausschuss warnt vor weiteren undurchdachten Entscheidungen der Politik

Die Stimmung in der Druckindustrie hat sich im vergangenen Jahr leicht verbessert, starke positive Impulse für die gesamte Branche sind jedoch nicht in Sicht. Zu diesem Schluss kam der Wirtschaftsausschuss des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) auf seinem Frühjahrstreffen in Kassel. Vielmehr wird auch die Druckindustrie durch neue Vorschriften belastet, wie etwa dem gesetzlichen Mindestlohn und damit verknüpften Verpflichtungen wie der Auftraggeberhaftung.

Umso wichtiger sei es, so war man sich einig, dass die Unternehmen strategische Entscheidungen nicht hinausschieben, sondern ihre Geschäftsmodelle kontinuierlich an neue Anforderungen anpassen.

Mit Sorge beobachtet der Ausschuss die politische Diskussion um weitere Regulierungen im Werbemarkt. „Werberestriktionen im Bereich Finanzdienstleistungen zum Beispiel werden schwarzen Schafen nicht den Riegel vorschieben“, ist Thorsten Anhalt, Vorsitzender des Ausschusses, überzeugt, „aber sie schaden der Markttransparenz, entmündigen die Verbraucher und beschneiden die Geschäftsfelder von Verlagen und Druckereien.“ Politische Entscheidungsträger sollten sich darauf konzentrieren, bessere und langfristige Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen, statt in populistischen Aktionismus zu verfallen.

Der Ausschuss bestärkte den bvdm, in seinem politischen Engagement im Interesse der Branche auch in den Bereichen Mehrwertsteuer, Erbschaftsteuerrecht, Datenschutzgrundverordnung und Umweltschutz nicht nachzulassen.

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