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Wirtschaftspolitik

Als Dachorganisation setzt sich der Bundesverband gegenüber dem Gesetzgeber für die sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen ein – direkt durch aktive Lobbyarbeit und indirekt durch die Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien.

Den Markt beobachten

Der Markt steht im Mittelpunkt aller unternehmerischen Initiativen. Die Beobachtung des Marktes und der Rahmenbedingungen, die Analyse und Prognose der konjunkturellen und strukturellen Entwicklung ist daher eine wichtige unternehmerische Aufgabe, die der Einzelne allein nicht leisten kann. Als Dachverband betreibt der bvdm eine umfangreiche Marktforschung und liefert wertvolle Daten und Fakten.

Engagement leben

Allein oder im Konzert mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft engagiert sich der Bundesverband für eine unternehmerfreundliche Politik. Der bvdm wirkt bereits im Vorfeld wirtschaftspolitischer Entscheidungen mit, wenn diese die Branche betreffen. Er macht sich stark für eine Steuer- und Umweltpolitik, die den Interessen des Mittelstands entgegenkommt.

Meldungen

Nachdem die Druck- und Medienunternehmen insbesondere im Jahr 2020 und im ersten Quartal 2021 mit den enormen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise zu kämpfen hatten, verhinderten die vor allem ab Mitte des Jahres 2021 aufgetretenen außergewöhnlich starken Lieferengpässe bei grafischen Papieren die nachhaltige Produktions- und Umsatzerholung der Branche. Deshalb hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) zusammen mit seinen Landesverbänden im Februar 2022 eine Kurzumfrage zur Ermittlung des Ausmaßes der aktuellen Papierknappheitssituation durchgeführt. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen Erkenntnisse vorgestellt.

Im Februar entspannte sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche ein wenig. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex legte gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 2,0 Prozent auf 102,2 Punkte zu und machte den Rückgang aus dem Januar wieder wett. Damit notierte der Index erstmals seit Oktober 2021 wieder leicht über seinem Vorkrisenniveau. Diese Entwicklung ist überwiegend auf zuversichtlichere Unternehmenserwartungen zurückzuführen, welche die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der meisten coronabedingten Einschränkungsmaßnahmen widerspiegeln. Angesichts des anhaltenden Druckpapiermangels und der drohenden Auswirkungen der Ukrainekrise auf die Höhe der Energiepreise, müssen diese Erwartungen jedoch mit Vorsicht interpretiert werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium haben bekannt gegeben, dass der Förderzeitraum für die Überbrückungshilfen IV bis Ende Juni 2022 ausgedehnt werden wird. Die Antragsvoraussetzungen und Förderbedingungen bleiben unverändert. Inwiefern die Sonderregelung für freiwillige Betriebsschließungen aufgrund von Unwirtschaftlichkeit, die zwischenzeitlich bis Ende Februar 2022 verlängert wurde, fortgeführt wird, steht derzeit noch nicht fest.

Aufgrund der unvermindert anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise hat das Bundesfinanzministerium in Abstimmung mit den obersten Landesfinanzbehörden unterschiedliche steuerliche Erleichterungen bis Ende Juni bzw. Ende September 2022 verlängert. Hierzu zählen die zinslose Stundung von Steuerzahlungen, die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen sowie der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen im vereinfachten Verfahren. Ursprünglich sollten diese Maßnahmen Ende März bzw. Ende Juni des Jahres 2022 auslaufen.

Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche zum Jahresende etwas aufgehellt hatte, trübte es sich im Januar wieder ein. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex fiel gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 2,5 Prozent auf 99,3 Punkte. Damit lag er zwar sichtlich über seinem Vorjahresniveau. Allerdings notierte er nach wie vor unter seinem Vorkrisenniveau vom Februar 2020 – das Minus betrug 3,1 Zähler. Anhaltende Lieferengpässe bei Vorleistungsgütern belasten die aktuelle Geschäftslage der Druck- und Medienunternehmen sichtlich und behindern ihre Produktionsaktivitäten zum Jahresbeginn stark.
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