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Wirtschaftspolitik

Als Spitzenverband der deutschen Druckindustrie vertritt der bvdm die wirtschaftlichen Interessen der Branchenunternehmen. Allein oder in Kooperation mit anderen Verbänden engagiert er sich mit aktiver Lobbyarbeit für eine unternehmerfreundliche Politik.

Dafür erstellt der bvdm Analysen und Prognosen konjunktureller und struktureller Entwicklungen, führt Umfragen durch und wertet Statistiken Dritter aus. Weiterhin beobachtet er Märkte und Trends, die die Druckindustrie betreffen. Und der bvdm prüft politische Vorhaben im Hinblick auf wirtschaftliche Konsequenzen für die Branche und die gesamte Wertschöpfungskette Print, um sich – wenn nötig – frühzeitig in die politische Debatte einzuschalten.

Meldungen

Am 10.10.2022 hat die ExpertInnen-Kommission Gas und Wärme einen Zwischenbericht für den Entwurf einer Gaspreisbremse vorgelegt. Die darin vorgeschlagenen Modelle weisen jedoch Unzulänglichkeiten auf. Der bvdm fordert daher eine Anpassung der Maßnahmen und die Einführung überbrückender Entlastungen.
In ihrer Pressekonferenz vom 10.10.2022 stellte die Gaspreiskommission den Zwischenbericht für einen Entwurf einer Gaspreisbremse vor. Das zweistufige Modell soll sowohl Gewerbe- und Privatverbraucher entlasten als auch Einsparanreize bewahren. Obwohl die Ergebnisse vorläufig sind, ist es wahrscheinlich, dass die Bundesregierung der Rahmenempfehlung der Gaspreiskommission folgt. Weitere Individualanpassungen sind nicht ausgeschlossen.
Nachdem das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im August etwas zulegen konnte, war es im September erneut rückläufig. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 2,3 Prozent. Der Index notierte mit 82,6 Punkten rund 20,4 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Während die Geschäftslage im Vergleich zum Vormonat um rund 3,6 Prozent zulegen konnte, belasten die hohen energetischen Kosten und die Aussichten auf eine mögliche Rezession die Geschäftserwartungen deutlich
Am 29.09.2022 gaben die Spitzen der Koalition die geplante Einführung einer Gaspreisbremse bekannt. Die ebenfalls geplante Einführung der Gasumlage fällt wird damit ausgesetzt. Finanziert werden sollen diese und auch andere Maßnahmen über die Reaktivierung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der mit einem Volumen von 200 Mrd. Euro ausgestattet wird.
Am 8. September 2022 gab die Europäische Zentralbank (EZB) bekannt, die drei Leitzinssätze um weitere 75 Basispunkte zu erhöhen. Damit steigen die Leitzinssätze auf 1,25 Prozent an. Gleichzeitig steigt der Einlagensatz und somit die Einlagefazilität der Banken von 0,0 Prozent auf 0,75 Prozent an.
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