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Wirtschaftspolitik

Als Dachorganisation setzt sich der Bundesverband gegenüber dem Gesetzgeber für die sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen ein – direkt durch aktive Lobbyarbeit und indirekt durch die Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien.

Den Markt beobachten

Der Markt steht im Mittelpunkt aller unternehmerischen Initiativen. Die Beobachtung des Marktes und der Rahmenbedingungen, die Analyse und Prognose der konjunkturellen und strukturellen Entwicklung ist daher eine wichtige unternehmerische Aufgabe, die der Einzelne allein nicht leisten kann. Als Dachverband betreibt der bvdm eine umfangreiche Marktforschung und liefert wertvolle Daten und Fakten.

Engagement leben

Allein oder im Konzert mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft engagiert sich der Bundesverband für eine unternehmerfreundliche Politik. Der bvdm wirkt bereits im Vorfeld wirtschaftspolitischer Entscheidungen mit, wenn diese die Branche betreffen. Er macht sich stark für eine Steuer- und Umweltpolitik, die den Interessen des Mittelstands entgegenkommt.

Meldungen

Am 15. Oktober 2021 gaben die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW bekannt, dass die EEG-Umlage im Jahr 2022 von derzeit 6,5 Cent/kWh auf 3,723 Cent/kWh sinken wird. Damit fällt die Umlage um rund 43% und wird sich im kommenden Jahr auf dem niedrigsten Niveau seit 10 Jahren befinden. Dennoch müssen sich Druck- und Medienunternehmen darauf einstellen, dass sich die Strompreise auch 2022 nicht rückläufig entwickeln werden. Der zentrale Grund dafür ist die – primär – coronabedingte Lieferengpassproblematik, die in diesem Jahr bereits zu einer stark aufwärtsgerichteten Preisentwicklung bei energetischen Rohstoffen geführt hat. Diese Entwicklung dürfte auch im nächsten Jahr für höhere Strombeschaffungskosten und in der Folge für höhere Strompreise sorgen.
Das Statistische Bundesamt hat angekündigt, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und zusammen mit den Statistischen Ämtern der Länder eine Erhebung bei Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern zu globalen Wertschöpfungsketten durchzuführen. Die Feldphase beginnt am 11. Oktober 2021 und läuft bis zum Ende des Jahres 2021. Die Teilnahme an der Erhebung ist für die repräsentativ ausgewählten Unternehmen freiwillig.
Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im August leicht abgekühlt hatte, blieb es im September nahezu unverändert. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex nahm gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,4 Prozent ab und lag mit 104,4 Punkten erneut deutlich über seinem Vorjahresniveau. Die derzeitige Rohstoffknappheit und der damit einhergehende Mangel an Vorleistungsgütern sorgten jedoch dafür, dass die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage erstmals seit Jahresanfang wieder schwächer bewerteten als noch im Vormonat.
Im Juni 2021 hat die EU-Kommission die erste Anwendungsverordnung für die im vergangenen Jahr in Kraft getretene EU-Taxonomieverordnung für nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten beschlossen. Die Verordnung konkretisiert, welche Kriterien zukünftig Wirtschaftstätigkeiten bestimmter Branchen erfüllen müssen, um als ökologisch nachhaltig bewertet zu werden. Im Juli wurde ein zweiter Rechtsakt, der die Veröffentlichungsvorgaben für von der Taxonomie betroffene Unternehmen regelt, vorgelegt. Die EU-Taxonomie muss ab Januar 2022 von großen Nicht-Finanzunternehmen und Finanzmarktteilnehmern angewendet werden und dürfte in absehbarer Zeit auch bei der Kreditvergabe an KMU eine signifikante Rolle spielen. Daher hat der bvdm einen FAQ-Katalog zur EU-Taxonomie erstellt, welcher Antworten auf die wichtigsten taxonomiebezogenen Fragen enthält.
Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im Juni stabilisiert hatte, stieg es im Juli wieder sichtlich an. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex nahm gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 5,2 Prozent auf 105,9 Punkte zu. Damit notiert der Index erstmals seit Ausbruch des Coronavirus – trotz der sich aktuell
deutlich verschärfenden Engpasssituation bei wichtigen Vorleistungsgütern – über seinem Vorkrisenniveau vom Februar 2020 – das Plus beträgt 3,6 Prozent-punkte.

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