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Holzhandelsverordnung soll auch Druckerzeugnisse berücksichtigen!

Das europäische Parlament möchte den Geltungsbereich der EU-Holzhandelsverordnung anpassen und auf Druckerzeugnisse ausweiten. Diese Ankündigung bestätigt die Position des bvdm, denn dafür hat er sich seit dem Inkrafttreten eingesetzt.

Der bvdm freut sich, dass das EU-Parlament einen Berichts angenommen hat, in dem über den EU-Rechtsrahmen zur Eindämmung und Gegenlenkung der globalen und europäischen Entwaldung (Berichterstatterin: MdEP Delara Burkhardt, Deutschland, S&D) berichtet wird. Wir unterstützen die Forderung des Europäischen Parlaments, den Geltungsbereich der EU-Holzhandels-verordnung auf Druckerzeugnisse auszuweiten. Dafür setzen wir uns bereits seit Jahren ein.

In diesem Bericht erkennt das Europäische Parlament den „eingeschränkten Geltungsbereich der aktuellen Verordnung auf Holzprodukte an“ und fordert, „den Geltungsbereich zu erweitern, um z.B. Druckerzeugnisse einzubeziehen“.

Seit dem Inkrafttreten der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) im Jahr 2013 hat sich der bvdm über seinen Dachverband Intergraf für die Ausweitung des Geltungsbereichs auf Druckerzeugnisse eingesetzt. Da die Europäische Kommission derzeit die EUTR und ihren Geltungsbereich evaluiert, unterstützen wir nachdrücklich die Forderung des Europäischen Parlaments, sicherzustellen, dass Druckerzeugnisse einbezogen werden.

Die EU-Holzverordnung ist eine der wichtigsten Maßnahmen der Europäischen Union zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags. Sie soll den Verkauf von Holzprodukten aus illegal bewirtschafteten Wäldern verhindern. Viele papierbasierte Produkte fallen bereits unter die Verordnung, Druckerzeugnisse jedoch nicht. Diese Druckerzeugnisse gelangen daher auf den europäischen Markt, ohne dass die sichere Herkunft ihres Papiers gewährleistet ist.

Der bvdm möchte keine Druckerzeugnisse auf dem Markt haben, die dem Ruf der deutschen Unternehmen schaden. Es ist unserer Industrie wichtig, dass die Verbraucher darauf vertrauen können, dass alle Druckerzeugnisse, die auf dem europäischen Markt vertreten sind, kein Holz aus illegalen Quellen enthalten. Bei hier produzierten Druckerzeugnissen ist das heute schon der Fall – dank der EU-Holzhandelsverordnung.

Wir setzen uns dafür ein, dass der hohe Standard auch für Importe gelten soll. Diese Lücke im Geltungsbereich der EUTR ist auch unter ökologischen und wettbewerbsrechtlichen Aspekten nicht hinnehmbar.

Julia Rohmann, Referentin für Umweltschutz und Arbeitssicherheit beim bvdm stellt klar: „Eine Ausweitung des Geltungsbereichs der Holzhandelsverordnung würde keine zusätzlichen regulatorischen Belastungen für deutsche Druckereien mit sich bringen, da das von ihnen gekaufte Papier und Karton bereits heute konform ist. Es würde aber sicherstellen, dass importierte Druckerzeugnisse die gleiche Konformitätsgarantie bieten“.

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