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Industriemeister / Medienfachwirt

Industriemeister und Medienfachwirte sind in der mittleren Führungs­ebene von Medien­unternehmen tätig. Sie sind qualifiziert, selbst­ständig planerische Auf­gaben in der Druck- und Medien­wirtschaft wahr­zunehmen. Sie planen, steuern und kontrollieren Medien­produktionen auf der Basis technischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Zusammen­hänge.

Facharbeiter, die sich weiterbilden wollen, können sich für drei klar abgegrenzte Weiter­bildungs­profile entscheiden:

  • Industriemeister Printmedien
  • Medienfachwirt Print und
  • Medienfachwirt Digital

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Informationen zu den Weiter­bildungs­profilen Industriemeister/in Printmedien, Medienfachwirt/in Print, Medienfachwirt/in Digital

Die Weiterbildungs­profile sind inhaltlich aufeinander abgestimmt. Der überwiegende Teil der Prüfungs­anforderungen ist identisch formuliert, da im mittleren Management das Planen, Steuern, Durch­führen und Kontrollieren von Medien­produktionen auf Basis gleicher betriebs­wirtschaftlicher und rechtlicher Zusammen­hänge basiert.

Die Unterschiede

Die wesentlichen Unterschiede ergeben sich im Bereich der technischen Kompetenzen. Die Prüfungs­anforderungen für Industriemeister der Fachrichtung Printmedien und für Medienfachwirte der Fachrichtung Print sind im Bereich des Qualifikations­schwer­punktes „Printmedien­produktion“ identisch, unterscheiden sich aber in dem Vertiefungs­­schwerpunkt Produktionsprozesse, der sich für Industriemeister auf „Druck- und Druck­weiter­verarbeitungs­prozesse“ und für Medienfachwirt auf „Druck­­vorstufen­­prozesse“ bezieht. Das weitere Fortbildungs­profil, das in der Verordnung integriert ist, der Medienfachwirt Digital, unterscheidet sich insbesondere in den Qualifikations­­schwerpunkten „Digital­medien­produktion“ und „Digital­medien­prozesse“.

Für wen geeignet?

Durch die Schwer­punktbildung in den Produktions­prozessen ist der Industrie­meister mehr geeignet für Facharbeiter aus dem Druck und der Druck­weiter­verarbeitung, der Medien­fachwirt mehr für Mediengestalter, wobei hier noch die Wahl zwischen Druck­vorstufen- und Digital­medien­prozessen besteht. Allerdings kann man als Fach­arbeiter, unabhängig vom Ausbildungs­beruf, zwischen den drei Profilen entscheiden. Letztlich ist die Entscheidung davon abhängig, von welchem Profil man sich auf dem Arbeits­markt die größten Chancen verspricht. Die beteiligten Verbände haben die Profile auf die Anforderungen der technischen und kaufmännischen Führungs­ebene in Unternehmen der Medien­industrie abgestimmt. Sie empfehlen ihren Untenehmen sich mit der neuen Konzeption auseinander zu setzen.

Zulassungsvoraussetzungen

Prüfungsteilnehmer, die eine mit Erfolg abgelegte Abschluss­prüfung in einem anerkannten Ausbildungs­beruf der Druck- und Medien­wirtschaft abgelegt haben, müssen keine einjährige, einschlägige Berufspraxis mehr vorweisen. Allerdings ist zu beachten, dass in der Regel die handlungsspezifischen Qualifikationen erst ein Jahr nach den grundlegenden Qualifikationen abgelegt werden, so dass mindestens ein Berufsjahr zu unterstellen ist. Darüber hinaus ist noch geregelt, wie mit den sonstigen anerkannten Ausbildungsberufen in Verbindung mit der Berufspraxis zu verfahren ist.

Vorbereitungslehrgänge

Bildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Prüfung führen die Druck- und Medienverbände in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern durch. Die Gesamtzeit der Weiterbildungsmaßnahme umfasst 840 Unterrichtseinheiten.

Informationen zu Vorbereitungskursen erhalten Sie von den Bildungsexperten der Druck- und Medienverbände oder den Industrie- und Handelkammern.


Weitere Informationen:

Die Verordnungen sind erhältlich über W. Bertelsmann-Verlag