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Zeitarbeit und Werkverträge

Die Möglichkeit, Auftragsschwankungen oder Ausfälle von Arbeitnehmern flexibel über Zeitarbeit kompensieren zu können und die rechtssichere Kooperation von Unternehmen mit unterschiedlichem Leistungsportfolio sind für viele Betriebe der Druckindustrie unverzichtbar.

Aktuelle Meldungen

Ende September 2017 haben sich die Zeitarbeits-Arbeitgeberverbände mit der Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Zuschlagstarifvertrag für Zeitarbeiter in der Druckindustrie geeinigt. Gegenüber der vorherigen Fassung von 2013 wurde eine zusätzliche Zuschlagsstufe vereinbart, die für Überlassungen von mehr als 15 Monaten gilt. Zum Umgang mit dem neuen Tarifvertrag stellt der bvdm den Mitgliedern der Verbände Druck und Medien einen Leitfaden zur Verfügung.
Zum 1. April 2017 sind weitreichende Änderungen im Bereich von Zeitarbeit und Werkverträgen in Kraft getreten. Mit dem Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetze soll die Zeitarbeit auf ihre „Kernfunktionen zurückgeführt“ und der „Missbrauch von Werkvertragsgestaltungen verhindert“ werden. Der bvdm hat im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens wiederholt auf die aus Sicht unserer Branche besonders problematischen Punkte hingewiesen.
Derzeit liegt dem Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf zur Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen vor. Zwar hatte die Bundesregierung zuvor einige der auch durch den Bundesverband Druck und Medien (bvdm) geforderten Änderungen aufgegriffen. Nach wie vor bleibt aber erheblicher Änderungsbedarf, um Tarifautonomie und unternehmerische Flexibilität zu bewahren. In einer neuen Stellungnahme kritisiert der bvdm, dass der aktuelle Gesetzentwurf die Instrumente Zeitarbeit und Werkverträge stark einschränken würde.
Der am 17. Februar 2016 vorgelegte Gesetzesentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium enthält wichtige Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung, ist aber noch immer unausgereift.
Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) kritisiert den vom Bundesarbeitsministerium vorgelegten Gesetzesentwurf zu Zeitarbeit und Werkverträgen. Er fordert erhebliche Korrekturen, um eine Schädigung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu verhindern.