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Tarifabschluss 2016

Nach intensiven Auseinandersetzungen haben sich der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und ver.di in der vierten Verhandlungs­runde am 13./14. Juni 2016 in Frankfurt nach über 16 Stunden in den frühen Morgen­stunden auf ein neues Lohn­abkommen geeinigt.

Dieses sieht innerhalb einer 29-monatigen Laufzeit zwei lineare Erhöhungen vor: Ab dem 1. Juli 2016 werden die Löhne der gewerblichen Arbeit­nehmer der Druck­industrie um 2% erhöht, zum 1. August 2017 steigt der Lohn um weitere 1,8%. Der Abschluss gilt vorbehaltlich der schriftlichen Zustimmung der Tarif­vertrags­parteien bis zum 11. Juli 2016.

Verhandlungsführer

Für die Arbeitgeberseite, vertreten durch den Bundesverband Druck und Medien, führt Sönke Boyens die Tarifverhandlungen.

Der bvdm-Vizepräsident und Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschusses ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Boyens Medienholding GmbH & Co. KG.

Hintergrundwissen Tarifverhandlungen: Entwicklung der Branche 2015 gegenüber 2014

Faktor 2015/2014 Trend
Produktionsmenge - 2,7 %
Umsatz - 2,7 %
Arbeitsproduktivität pro Beschäftigten - 0,4 %
Arbeitsproduktivität pro Stunde - 0,2 %
Konkurrenz aus dem Ausland (Anstieg Importe) + 14,3 %
Anzahl der Betriebe - 258
Anzahl der Beschäftigten - 3.453
Steigerung Lebenshaltungskosten + 0,3 %

Quellen: Statistisches Bundesamt, Agentur für Arbeit, bvdm.

Materialien zum Download

Auf einem guten Weg

In die Tarifverhandlungen der Druckindustrie ist Bewegung gekommen: die Gewerkschaft ver.di ist von ihrer Forderung nach 5% Lohnerhöhung für 12 Monate abgerückt. Zur Information über den Verhandlungsstand stellt der bvdm den Betrieben ein neues Plakat zur Verfügung.

Ein faires Angebot

Eine Lohnerhöhung um 1,2% für die nächsten 18 Monate liegt deutlich über den prognostizierten Preissteigerungen. Es ist also ein gutes, reales Plus. Damit sichern wir das hohe Lohnniveau der Branche. Zugleich berücksichtigt dieses Angebot die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen und das zahlt sich aus – für Sie und unsere gemeinsame Zukunft.

bvdm-Tarif-Info

In der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie haben die Arbeitgeber ein Angebot zur Erhöhung der Löhne für die nächsten 18 Monate vorgelegt.

Draufgelegt - nicht abgehängt

Die Tarifpartner in der Druckindustrie sind sich ihrer Verantwortung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stets bewusst. Deshalb sind die Löhne gut - und besser als in vielen anderen Branchen. Verantwortliches Handeln bedeutet aber auch, die Augen vor der schwierigen Situation der Druckindustrie nicht zu verschließen.

Die Kosten steigen

Papiere, Druckfarben, Druckmaschinen und Strom sind schmerzhaft teurer geworden - eine Belastung, die wir im harten Konkurrenzkampf nicht einfach an unsere Kunden weitergeben können. Forderungen nach mehr Lohn müssen diese Tatsachen berücksichtigen. Denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

Faktencheck

Den bvdm-„Faktencheck“ mit Hintergrundinformationen zur Tarifrunde Druckindustrie 2016 können Sie hier herunterladen. Er enthält die wichtigsten Antworten der Arbeitgeber auf die Behauptungen der Gewerkschaft ver.di.

Pressemitteilungen

Nach intensiven Auseinandersetzungen haben sich der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und ver.di in der vierten Verhandlungsrunde am 13./14. Juni 2016 in Frankfurt nach über 16 Stunden in den frühen Morgenstunden auf ein neues Lohnabkommen geeinigt.
Am 13. Juni werden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie in Frankfurt am Main fortgesetzt. Die Arbeitgeber der Druckindustrie beabsichtigen weiterhin, lösungsorientiert und in sachlicher Atmosphäre über ein neues Lohnabkommen zu verhandeln.
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie am 24. Mai 2016 in Berlin endete nach fünf Stunden ohne Einigung. Intensive Gespräche haben zwar zu einem Entgegenkommen ver.dis geführt, aber noch immer orientiert sich die Gewerkschaft zu sehr an den Abschlüssen anderer Branchen als an der Situation in der Druckindustrie, kritisiert der Bundesverband Druck und Medien (bvdm). Damit lägen die Forderungen der Gewerkschaft weit über dem Lohnniveau, das die Betriebe verkraften würden.
Am 24. Mai 2016 werden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie in Berlin fortgesetzt. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) erwartet, dass die Gewerkschaft in dieser dritten Verhandlungsrunde ihre starre Abwehrhaltung aufgibt. Die jüngsten Zahlen aus der Werbewirtschaft weisen ein Minus von 3,8 % für Print aus (im vergangen Jahr waren es bereits 3 %). Die Behauptung ver.dis, die Arbeitgeber betrieben Schwarzmalerei, zeigt sich damit erneut als falsch.
In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie am 3. Mai 2016 in Köln unterbreitete der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) mit einer Lohnerhöhung von 1,2 % bei einer Laufzeit von 18 Monaten ein faires Angebot. Dennoch konnte keine Einigung mit der Gewerkschaft erzielt werden. Nach dreistündiger Verhandlung vertagten sich die Tarifparteien auf den 24. Mai 2016 in Berlin.
Mit Blick auf die zweite Runde der Tarifverhandlungen in der Druckindustrie am Dienstag, den 3. Mai 2016, in Köln fordern die Arbeitgeber von den Gewerkschaftsvertretern, Fakten über die wirtschaftliche Situation der Druckindustrie nicht als Schwarzmalerei abzutun.
Die Tarifverhandlungen für die rund 140 000 Beschäftigten in der deutschen Druckindustrie, die am 07.04.2016 in Berlin begannen, wurden nach drei Stunden vertagt.
Die Tarifverhandlungen in der deutschen Druckindustrie beginnen am Donnerstag, den 7. April 2016, mit einer ersten Verhandlungsrunde in Berlin. Angesichts rückläufiger Aufträge und sinkender Umsätze lehnen die Arbeitgeber die Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nach einer Anhebung der Löhne und Gehälter von 5 Prozent ab.
Die am Mittwoch, dem 17. Februar 2016 bekannt gewordene Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter in der Druckindustrie um 5 % wird von den Arbeitgebern entschieden zurückgewiesen.

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