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Arbeit & Tarif

Position beziehen für die Branche – dazu gehören nicht nur umfassende Rechts­kenntnisse, sondern auch ein Gespür für das Wesentliche. Die Aktivitäten des bvdm im Bereich Sozial­politik sind breit gefächert. Die Unter­stützung der Landes­verbände Druck und Medien bei der rechtlichen Beratung in der gesamten Band­breite des Arbeits- und Sozial­rechts zählt ebenso dazu wie die politische Interessen­vertretung und die juristische Verantwortung bei den Lohn- und Mantel­tarif­verhandlungen der Druck­industrie. Im Bereich Sozial­politik hat der bvdm die Interessen der Branche stets im Blick.

Schwerpunktthemen

Aktuelle Meldungen

Auf Grundlage des Entgelttransparenzgesetzes können Beschäftigte ab 2018 in größeren Betrieben Auskunft über die Entgeltstrukturen ihres Arbeitgebers verlangen. Ferner werden Berichtspflichten und freiwillige Prüfverfahren zur Entgeltgleichheit eingeführt. Mitglieder der Verbände Druck und Medien unterstützt ein Leitfaden beim Umgang mit den neuen Regelungen.
Ende September 2017 haben sich die Zeitarbeits-Arbeitgeberverbände mit der Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Zuschlagstarifvertrag für Zeitarbeiter in der Druckindustrie geeinigt. Gegenüber der vorherigen Fassung von 2013 wurde eine zusätzliche Zuschlagsstufe vereinbart, die für Überlassungen von mehr als 15 Monaten gilt. Zum Umgang mit dem neuen Tarifvertrag stellt der bvdm den Mitgliedern der Verbände Druck und Medien einen Leitfaden zur Verfügung.
Am 30. März 2017 hat der Bundestag das umstrittene Entgelttransparenzgesetz verabschiedet. Trotz der deutlichen Kritik, auch durch den bvdm (Stellungnahme vom 28. Februar 2017), hat es im parlamentarischen Verfahren gegenüber dem Kabinettsbeschluss vom 11. Januar 2017 keine Änderungen mehr gegeben. Die neuen Auskunftsansprüche, Prüfverfahren und Berichtspflichten, die das Gesetz vorsieht, werden keinen Nutzen für arbeitende Frauen mit sich bringen, dabei aber Betriebe – und zwar sogar die tarifgebundenen – mit zusätzlicher Bürokratie in erheblichem Ausmaß belasten.
Hohe bürokratische Belastung, kein Nutzen für arbeitende Frauen. So lautet das Fazit einer Stellungnahme des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm), die er anlässlich einer öffentlichen Anhörung zum geplanten Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen vorgelegt hat. Angesichts der eklatanten Mängel fordert der bvdm, das Gesetzesvorhaben, das in der vorliegenden Form keines seiner erklärten Ziele erreichen würde, insgesamt fallen zu lassen.
Derzeit arbeitet die Bundesregierung an einem Entgelttransparenzgesetz, das Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern beheben soll. Ein jüngst vorgelegter Referentenentwurf sorgt aus Sicht des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) für neue Bürokratie, ohne die wahren Ursachen von Entgeltunterschieden zu beseitigen.
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