Zum Inhalt springen

Arbeit & Tarif

Position beziehen für die Branche – dazu gehören nicht nur umfassende Rechts­kenntnisse, sondern auch ein Gespür für das Wesentliche. Die Aktivitäten des bvdm im Bereich Sozial­politik sind breit gefächert. Die Unter­stützung der Landes­verbände Druck und Medien bei der rechtlichen Beratung in der gesamten Band­breite des Arbeits- und Sozial­rechts zählt ebenso dazu wie die politische Interessen­vertretung und die juristische Verantwortung bei den Lohn- und Mantel­tarif­verhandlungen der Druck­industrie. Im Bereich Sozial­politik hat der bvdm die Interessen der Branche stets im Blick.

Schwerpunktthemen

Aktuelle Meldungen

Am 26. Juni 2018 hat die Mindestlohnkommission überraschend entschieden, den gesetzlichen Mindestlohn in zwei Schritten anzuheben: ab dem 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro und ab dem 1. Januar 2020 nochmals auf 9,35 Euro pro Stunde. Abweichend vom vorgesehenen Verfahren werden durch die zusätzliche Erhöhung auch die Tarifabschlüsse des ersten Halbjahres 2018 berücksichtigt. Eine weitere Erhöhung des Mindestlohnes hätte nach 2019 eigentlich erst wieder 2021 angestanden.
Die am Mittwoch, 13. Juni 2018 durch die ver.di-Tarifkommission beschlossene Forderung nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter in der Druckindustrie um 5 % für 12 Monate weist bvdm-Vizepräsident Sönke Boyens entschieden zurück.
Mitte Mai 2018 hat der Vorstand der Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM) unter Mitwirkung des bvdm eine Beitragssenkung um knapp vier Prozent beschlossen.
Der Bundesverband Druck und Medien reagiert auf die seit Jahren sinkende Akzeptanz des Manteltarifvertrages der Druckindustrie und die Blockadehaltung der Gewerkschaft: Nach einem entsprechenden Beschluss seines Sozialpolitischen Ausschusses hat der Arbeitgeberverband den Manteltarifvertrag mit Wirkung zum 30. September 2018 gekündigt. Dies ist ein notwendiger Schritt zur Modernisierung des Tarifwerks und dessen Anpassung an die Branchenrealität.
Zum 1. Januar 2019 soll der gesetzliche Mindestlohn zum zweiten Mal seit seiner Einführung angepasst werden. In einer Stellungnahme an die zuständige Mindestlohnkommission hat der Bundesverband Druck und Medien als Sachverständiger notwendige Änderungen gefordert. Eine Erhöhung könne das gesamte Lohngefüge zahlreicher Druck- und Medienbetriebe ins Wanken bringen, warnt der Verband.
-->