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Weiterentwicklung der Prüf- und Beurteilungsmethoden der Klebebindequalität - Untersuchungsbericht

Die beim Klebebinden wirkenden Einflussgrößen sind vielfältig und wirken komplex. Mit dem Pulltest hat sich eine einfache Methode zur Bewertung der Haltbarkeit von Klebebindungen durchgesetzt. Vor dem Hintergrund sich weiter entwickelnder Maschinentechnik und vielfältigen zu verarbeitenden Werkstoffen wird die Bewertungsmethode unter die Lupe genommen. Im Ergebnis wird eine Prüfmethodik vorgeschlagen, die die wesentlichen auf die Haltbarkeit wirkenden Parameter berücksichtigt und für unterschiedliche Anwendungsfälle genutzt werden kann. In der Untersuchung wurden zahlreiche Papierparameter aufgenommen und die Blockfestigkeit mit einem Pulltestgerät ermittelt. Gleichzeitig wurde der Schrägzugtest angewendet. Im Ergebnis der Untersuchungen schlägt der Autor für den Pulltest u.a. den Wechsel vom klebstoffbezogenen Bewertungssystem zum öffnungswinkelbezogenen System sowie die Einbeziehung der Blattdicke und damit den Wechsel von der Linienkraft in N/cm zur Flächenkraft in N/mm2 vor.

Aufgrund vorgenommener Korrelationen zieht der Autor außerdem die Schlussfolgerung, dass für zu bildende Papiergruppen eine Prognose der zu erwartenden Haltbarkeit von Klebebindungen möglich ist. Diese Schlussfolgerung ist allerdings durch weitere umfangreiche Untersuchungen statistisch abzusichern. Wenn es gelingt, zu verschiedenen Papiergruppen Aussagen zur technischen Machbarkeit von Klebebindungen vorab treffen zu können, würden die Buchbinder eine neue Argumentationsplattform mit ihren Auftraggebern erhalten und könnten gleichzeitig objektiv ihre erreichte buchbinderische Leistung bewerten.

Artikel-Nr:
87218
Seiten:
74
Format:
PDF
Erscheinungsjahr:
2009
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