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Pressemitteilungen

Signifikante Papierpreiserhöhungen führen zum Verzicht von Printkunden auf gedruckte Produkte und gefährden die Rentabilität des Printgeschäfts.
Aufgabe des 31. Gestaltungswettbewerbes der Druck- und Medienverbände war es, eine Business-Geburtstagskarte zu gestalten. 94 Bewerbungen lagen vor, gewonnen hat die Auszubildende Lili Lubkowitz von der BRAND FACTORY GmbH in Offenbach am Main.
Unlängst hatten einige Papierhersteller deutlich gestiegene Gewinne für die ersten beiden Quartale des Jahres 2022 vermeldet. So veröffentlichte UPM für seine Geschäftssparte UPM Communication Paper ein starkes Quartal: „Die Nachfrage nach grafischen Papieren war gut und Preiserhöhungen konnten den Anstieg der Inputkosten, insbesondere der extremen Energiekosten, mehr als ausgleichen.“ UPM verweist selbst auf ein „erfolgreiches Margenmanagement“, das geholfen habe, in einer Zeit hoher Volatilität und inflationär ansteigender Inputkosten sowie herausfordernder Liefer- und Logistikketten hohe Erträge in allen Geschäftsbereichen zu erwirtschaften. Für den weiteren Verlauf des Jahres erwartet UPM „Rekordergebnisse“. „Ein solches Statement stößt bei vielen Unternehmen der Druckindustrie angesichts der weiterhin bedrohlichen Lage unserer Branche auf erhebliche Irritationen. Rekordergebnisse und gestiegene Gewinnmargen einerseits und existenzielle Nöte andererseits passen in derselben Wertschöpfungskette nur schwer zusammen.“, kommentierte Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien, die jüngsten Verlautbarungen.
Nachdem das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche bereits im Juni rückläufig war, brach es im Juli ein. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 11,8 Prozent auf den Stand von April ab. Der Index notierte mit 83,9 Punkten rund 20,6 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Die anhaltend hohe Inflation, hohe Energiepreise und die Möglichkeit einer kompletten Einstellung der Gaslieferungen aus Russland trüben die Geschäftserwartungen deutlich ein und schüren Sorgen vor einer Rezession.
Der Branchenbericht des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) bestätigt die empfindliche Lage der Branche nach den historischen Einbrüchen der Coronapandemie. Steigende Auftragszahlen und eine wiedererstarkende Gesamtkonjunktur standen 2021 zunehmenden Belastungen durch Lieferengpässe und Kostensteigerungen gegenüber. Seit Jahresbeginn geben zudem die Unwägbarkeiten des Ukrainekrieges weiteren Anlass zur Sorge.

Über den bvdm

Der Bundesverband Druck und Medien e. V. (bvdm) ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und technischer Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druckindustrie gegenüber Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und der Zulieferindustrie. Getragen wird der bvdm von acht regionalen Verbänden. International ist er über seine Mitgliedschaft bei Intergraf und FESPA organisiert. Zur Druckindustrie gehören aktuell über 7.200 überwiegend kleine und mittelständische Betriebe mit mehr als 120.000 Beschäftigten.

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