Ozon ist eine chemische Verbindung, die aus drei Sauerstoffatomen besteht. Es bildet sich bei der Einwirkung ultravioletter Strahlung auf die Stratosphäre sowie durch Reaktion von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen unter Sonneneinwirkung in der Atmosphäre. Die so genannte Ozonschicht befindet sich in einer Hohe von 20 bis 45 km über dem Erdboden. Sie schirmt die Erdoberfläche vor energiereichen Sonnenstrahlen (UV-Strahlen) ab, die Lebewesen schädigen und einen Anstieg von Hautkrebserkrankungen beim Menschen zur Folge haben kann. Der Bestand der Ozonschicht wird dadurch gefährdet, dass z.B. in Spraydosen enthaltene und als Treibgase benutzte sehr stabile Chlor-Fluor-Kohlenwasserstoffe in die Atmosphäre entweichen und ohne zerstört zu werden bis in die Hohe der Ozonschicht aufsteigen. Dort gehen sie chemische Reaktionen mit dem Ozon ein und bauen somit mehr Ozon ab, als durch die UVStrahlung neu gebildet wird, was die Entstehung des sog. Ozonlochs bewirkt.
Weiterhin ist Ozon ein starkes Oxidationsmittel, das Materialien, Pflanzen und den Menschen schädigen kann. Das durch die UV-Lampe der Platten- oder Filmkopie entstehende Ozon kann in Einzelfällen den MAK-Wert von 0,1 ppm bzw. 0,2 mg/m3 für Ozon überschreiten, so dass eine Absaugung notwendig ist. Bei Kopierern und Laserdruckern, entsteht durch die elektrische Entladung des Druckwerkes Ozon. Deshalb sollte bei der Anschaffung solcher Geräte verstärkt auf den Einbau z.B. eines Ozonfilters geachtet werden. Kopierer, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, haben auf jeden Fall die entsprechenden Einrichtungen zur Verringerung der Ozonbelastung. Im industriellen Bereich wird Ozon z.B. verstärkt als Alternative zu Chlor bei der Zellstoffbleiche eingesetzt.