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Umwelt

Wenn es um Nachhaltig­keit geht, müssen sich Drucker nicht mehr verstecken. Im Gegen­teil: Im Vergleich zu vielen anderen Industrien hat die Druck­branche mittlerweile sogar eine Vor­reiter­rolle über­nommen. Dabei zeigt sich: Umwelt- und klima­freundliches Arbeiten zahlt sich auch für Betriebe aus.

Denn bei der profes­sionellen Suche nach „Energie­fressern“ im Unter­nehmen werden Prozesse analysiert, Produktions­wege geprüft und Ressourcen­verbrauche hinter­fragt. Im Resultat führt das häufig zu effizienterem Arbeiten, zu Material­einsparungen, der Vermei­dung von Fehlern und damit zur Senkung interner Kosten.

Der bvdm unterstützt die Betriebe aktiv auf dem Weg in die umwelt­freundliche Produktion. Gleich­zeitig setzt er sich in Deutsch­land und Europa dafür ein, dass Vorschriften, Gesetze oder Zertifizierungs­anforderungen die wirtschaftlichen Aspekte unter­nehmerischen Handelns ausreichend berücksichtigen. Denn Umwelt­schutz in der Wirtschaft gelingt nur dann, wenn er auch in der Wirtschaft umgesetzt werden kann.

Grüner Drucken – ist mehr als ein Trend. Immer mehr Druckereien schließen sich der Klimainitiative der Druck und Medienverbände an.

Der Klimarechner der Druck- und Medienverbände berechnet für alle Druckaufträge, spezialisiert nach Druckverfahren von Digitaldruck bis Tiefdruck und auch für den Verpackungsdruck, die CO2-Bilanz der Druckprodukte.

Meldungen

Die europäische Holzhandelsverordnung (EU Timber Regulation/EUTR) dient der weltweiten Eindämmung illegal eingeschlagenen Holzes und soll dessen Vermarktung in der EU unterbinden. Alle Marktteilnehmer, die in der EU Holz oder Holzprodukte erstmalig in Verkehr bringen, müssen dafür sogenannte Sorgfaltspflichten gemäß der EUTR erfüllen.
Anlagen der deutschen Druck­industrie unterliegen bereits heute strengen Grenz­werten zur Rein­haltung der Luft. Eine umfassende Novelle der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) hält der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) weder für erforderlich noch für zielführend. Auf europäischer Ebene bestehen breit angelegte immissions­schutzrechtliche Regelungen, deren Ziel es ist, ein einheitliches und hohes Umwelt­schutz­niveau sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa zu gewähr­leisten. Diese Absichten werden aus Sicht des bvdm konterkariert, wenn national über das europäische Schutzniveau hinaus gegangen wird.
Erfolgreich im Markt agieren und gleichzeitig den Umweltschutz verbessern – in diesem Spannungsfeld bewegen sich viele Druckereien. Immer mehr Kunden legen Wert auf eine Zertifizierung, setzen die Druckereien preislich aber unter Druck. Daher ist die Wahl einer geeigneten Zertifizierung für Druckereien eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.
„Merkblatt“, das klingt unverbindlich und unscheinbar. Ein Merkblatt zu den Besten Verfügbaren Techniken (BVT) in einem Industriezweig erscheint wie eine freundliche Gedächtnisstütze für Unternehmer, die sich über derartige Sachverhalte in einer freien Minute Gedanken machen wollen. Doch diese Einschätzung wird dem Schriftstück nicht gerecht. Auf europäischer Ebene beschlossene Merkblätter über die Besten Verfügbaren Techniken können schnell hohe Investitionskosten im Unternehmen verursachen.
Das Merkblatt über die Beste Verfügbare Technik (BVT) „Oberflächenbehandlung unter Verwendung organischer Substanzen“ wird überarbeitet

Zu den wichtigsten Änderungen durch die Industrieemissions-Richtlinie 2010/75/EU (IED) gehört die stärkere Verbindlichkeit der Schlussfolgerungen der BVT-Merkblätter. Diese haben weitgehende Auswirkungen auf die Genehmigungsvoraussetzungen von Anlagenbetreibern. Das BVT-Merkblatt „Oberflächenbehandlung unter Verwendung organischer Substanzen“ wird derzeit aktualisiert.