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Außenhandel der deutschen Druckindustrie, Jahr 2009Das Exportvolumen der Druck- und Verlagserzeugnisse betrug im Jahr 2009 insgesamt 4,2 Mrd. Euro und hat im zweiten Jahr in Folge einen Rückgang zu verzeichnen. Sowohl das Exportvolumen der Druckerzeugnisse als auch der Verlagserzeugnisse sank um jeweils 13 %. Im Vorjahr war das Exportvolumen der Druckerzeugnisse noch um 1,8 % gestiegen, Verlagserzeugnisse wurden dagegen um 4,9 % weniger als im Jahr 2007 exportiert. Den größten Exportanteil haben Werbedrucke/Kataloge mit 31 %, gefolgt von Büchern/Broschüren mit 28 % und Zeitungen/Zeitschriften mit 18 %. Diese drei Exportgruppen machen allein über drei Viertel des Exportvolumens aus. Beim Importvolumen war der Rückgang 2009 mit –8,2 % etwas geringer. Er verteilte sich zu –9,1 % auf Druckerzeugnisse und –7,3 % auf Verlagserzeugnisse. Den größten Importanteil haben ebenfalls mit über drei Viertel die gleichen drei Gruppen wie beim Export, Spitzenreiter sind allerdings Bücher/Broschüren mit 28 %, gefolgt von Werbedrucken/Katalogen mit 25 % und Zeitungen/Zeitschriften mit 24 %. Beim Importvolumen betragen die Anteile der Druck- und Verlagserzeugnisse 48 % zu 52 %, beim Exportvolumen werden Druckerzeugnisse mit 54 prozentigem Anteil stärker exportiert als Verlagserzeugnisse. Der Anteil am Gesamthandelsvolumen beträgt 69 % für Exporte und 31 % für Importe, d.h. die Außenhändler der Druckindustrie sind nach wie vor Nettoexporteure. Dies gilt übrigens bereits seit Beginn der Zeitreihe 1999. Der Außenhandel der deutschen Druckindustrie wird traditionell überwiegend mit europäischen Partnern abgewickelt, denn 72 % der Importe kommen aus EU-Ländern und 69 % der Druck- und Verlagserzeugnisse gehen in EU-Länder. Allein aus den Beitrittsländern kommen 27 % der Importe, es gehen allerdings nur 12 % der Exporte dorthin (Jahr 2008; Ergebnisse für 2009 liegen noch nicht vor). Das größte Handelsvolumen wurde allerdings bei den Exporten mit einem Land generiert, das nicht Mitglied der EU ist, mit der Schweiz. In die Schweiz wurden 2008 Druck- und Verlagserzeugnisse im Wert von 709 Mio. Euro exportiert, die Exportvolumina waren allerdings um 1,4 % gegenüber 2007 rückläufig. Beim Export liegt Österreich auf dem zweiten Rang, gefolgt von Frankreich und der Tschechischen Republik. Aus dem monatlichen ifo-Konjunkturtest können wir ableiten, dass ca. 35 % der deutschen Druckereien im Außenhandel tätig sind. Die Einschätzungen zu den Exporterwartungen sind seit Mai 2008 in den Negativbereich gesunken, haben im April 2009 mit –16 % der Salden aus negativen und positiven Antworten ihren Negativhöhepunkt erreicht und haben sich seitdem kontinuierlich gebessert, liegen allerdings im Februar 2010 noch bei –3 %. Die zweistelligen Negativwerte der Monate März bis Mai 2009 wurden seit Beginn der Zeitreihe 1991 noch nie vorher erreicht. Die Erfassungsgrenze der Intrahandelsstatistik (innergemeinschaftlicher Warenverkehr) beim Statistischen Bundesamt beginnt seit 1.1.2009 ab 400.000 Euro Außenhandelswert (Eingang bzw. Versendung). Aktualisiert: März 2010 Außenhandel deutsche Druckindustrie, Jahr 2009 (PDF-Datei, 90 KB)
URL dieses Artikels: http://www.bvdm-online.de/Zahlen/aussenhandel.php
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