Aktuelles
Aktuelles Veranstaltungen Zahlen, Fakten Publikationen Bildung Über uns Links
Die Druckindustrie
Betriebe und Beschäftigte
Produktionsvolumen
Aktuelle Lage
Außenhandel
Konjunkturtelegramm
Ausbildungszahlen
Ausbildungsvergütung
Ausblick

Außenhandel der deutschen Druckindustrie, Jahr 2010

Nachdem das Außenhandelsvolumen 2009 mit zweistelligem Negativwachstum eingebrochen war, sind bei den Druckerzeugnissen mit einem Wachstum von 2,2% auf 2,26 Mrd. € beim Export im Jahr 2010 erste Lichtblicke zu erkennen, was sich auch in den derzeit vorliegenden Ergeb­nissen bis April 2011 mit Zuwachs von 0,9% fortsetzt. Die mit einem Exportanteil von 30% bedeutenste Produktgruppe Werbedrucke/Kataloge (siehe Grafik im pdf-Dokument) verliert zwar mit –4,3% auf 1,277 Mrd. € weiter an Exportvolumen, aber das wurde durch die an vierter Stelle der Export­bedeutung liegende Gruppe „Sonstige Druckerzeugnisse“ mit +17,8% Zuwachs überkompensiert. Verlagserzeugnisse verloren durch die an zweiter Stelle der Export­bedeutung liegenden Bücher/Broschüren mit –2,2% auf 1,2 Mrd. € dagegen weiter beim Export, die an dritter Stelle liegenden Zeitungen und Zeitschriften legten allerdings 1,7% auf 772 Mio. € zu. Beim Einfuhr­volumen verloren sowohl Druckerzeugnisse (–6,6%) auf 852 Mio. € als auch Verlagserzeugnisse (–7,8%) auf 976 Mio. €.

Durch die positiven Ergebnisse für die Druckerzeugnisse wurde im Gesamt­handel im Jahresvergleich zu 2009 bei den Exporten ein leichter Zuwachs von 0,8% erzielt, bei den Importen liegen die Rückgänge für das Jahr 2010 bei 7,2%. Bis April 2011 stieg das Exportvolumen um 3%, das waren 0,9% für Druckerzeugnisse und 5,6% für Verlagserzeugnisse. Die Einfuhren sind jeweils deutlich geringer als die Ausfuhren. Druckerzeugnisse haben 2010 beim Export mit 53% einen größeren Anteil als Verlagserzeugnisse mit 47%, beim Import ist es genau umgedreht.

Die Unternehmen der deutschen Druckindustrie handeln überwiegend mit europäischen Partnern, denn 73% der Importe kommen aus EU-Ländern und 69% der Druck- und Verlagserzeugnisse gehen traditionell in EU-Länder. Allein aus den Beitrittsländern kommen 25% der Importe, es gehen allerdings nur 11% der Exporte dorthin. Größter Handelspartner war 2010 wieder Österreich. Nach Österreich wurden Druck- und Verlagserzeugnisse im Wert 776,6 Mio. Euro bei einem Zuwachs von 5% exportiert. Der größte deutsche Handels­überschuß wurde allerdings mit der Schweiz mit einem Handels­überschuß (Exporte in die Schweiz übersteigen die Importe) von 612,9 Mio. € und einem Exportzuwachs von 1,4% erzielt.

Aus dem monatlichen ifo-Konjunkturtest können wir ableiten, dass ca. 40% der deutschen Druckereien im Außenhandel tätig sind. Die Beurteilung der Auslandsaufträge ist nach wie vor unbefriedigend, was im Juli 2011 der seit März 2011 nahezu bei konstant –8% liegende Wert der Salden aus positiven und negativen Einschätzungen zeigt. Im Juli 2010 lag dieser Wert allerdings noch bei –25%. Die Einschätzungen zu den Erwartungen im Exportgeschäft aus dem ifo-Konjunkturtest haben sich seit ihrem Negativhöhepunkt im April 2009 mit –16% deutlich gebessert, liegen seit Juni 2010 fast durchgängig im Positivbereich und im Juli 2011 bei +7%.

Die Erfassungsgrenze der Intrahandelsstatistik (innergemeinschaftlicher Waren­verkehr) beim Statistischen Bundesamt beginnt seit 1.1.2009 ab 400.000 Euro Außenhandelswert (Eingang bzw. Versendung).

Aktualisiert: August 2011

Außenhandel deutsche Druckindustrie, Jahr 2010 (PDF, 81 KB)

Außenhandel deutsche Druckindustrie, Jahr 2009 (PDF, 81 KB)

URL dieses Artikels: http://www.bvdm-online.de/Zahlen/aussenhandel.php
Pointshop Recherchieren und be­stel­len Sie on­line die Pu­blika­tionen der Druck- und Medien­ver­bände unter dem Link www.point-online.de