|
Die Tarifverhandlungen für die 175.000 Beschäftigten in der Druckindustrie wurden heute in Frankfurt in der zweiten Runde nach langen Gesprächen vertagt. Die Arbeitgeber hatten ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaft ver.di als zu gering zurückwies.
Es sieht eine Einmalzahlung im Oktober 2009 in Höhe von 200 Euro vor sowie eine lineare Lohnerhöhung von 1,4 Prozent ab dem 1. April 2010. Die Laufzeit des Vertrages soll 24 Monate betragen, d.h. rückwirkend vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2011. Beide Lohnkomponenten können je nach wirtschaftlicher Lage des Betriebes aufgeschoben werden.
bvdm-Verhandlungsführer Dr. Wolfgang Pütz: „Die Unternehmen brauchen diese Öffnung als flexibles Steuerungsinstrument in der Krise. Die Rezession wird uns noch stärker treffen. Viele Unternehmen arbeiten kurz. Die Insolvenzen nehmen zu. Die Betriebe sehen in diesem Jahr keinen Verteilungsspielraum“, so Pütz.
Die Friedenspflicht endet mit dem heutigen Tage. Der Bundesverband Druck und Medien appelliert an die Beschäftigten, Verantwortung für ihren Arbeitsplatz zu zeigen. Die Verhandlungen werden am Dienstag, 19. Mai 2009 in Frankfurt fortgesetzt werden. (bvdm) |