bvdm - Bundesverbandes Druck und Medien
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Donnerstag, 30. April 2009
dpa: Arbeitgeber legen Angebot für Druckindustrie vor

Frankfurt/Main (dpa) – Bei den Tarifverhandlungen für die rund 170 000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie haben die Arbeitgeber in Frankfurt ein erstes Angebot vorgelegt. Nach Darstellung der Tarifparteien sind darin eine Einmalzahlung in diesem Jahr und eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,4 Prozent ab dem 1. April 2010 enthalten. Die Laufzeit soll 24 Monate bis Ende März 2011 betragen. Beide Komponenten sollten nach der Vorstellung des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) zudem auf Betriebsebene verhandelbar sein.

«Wir hatten deutlich mehr erwartet», erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di. So müsse eine Erhöhung schon 2009 kommen und die Komponenten dürften nicht unter den Vorbehalt betrieblicher Vereinbarungen gestellt werden. Dennoch wurden die Verhandlungen in der zweiten Runde zunächst fortgesetzt. Die Gewerkschaft war mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen gegangen und hatte dies mit der stark gestiegenen Produktivität begründet.

Eine bvdm-Sprecherin hielt dem die sinkenden Umsätze in den Jahren 2007 und 2008 entgegen. «Wir haben neben dem konjunkturellen Problem auch ein strukturelles. Das muss sich im Abschluss widerspiegeln.» Das Lohn- und Gehaltsabkommen für die Druckindustrie ist zum 31. März ausgelaufen. Die Friedenspflicht, während der Streiks verboten sind, endet laut ver.di am 1. Mai.

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